Aktuelle Reisereportagen 2019-20 im Magazin TOURENFAHRER 


In der November-Ausgabe 2020 des TOURENFAHRER: 

 

Usedom / Oder-Neiße:

 

»Tief im Osten«

 

Einst war die Oder-Neiße-Linie nur Deutschlands umstrittene Ostgrenze. Heute umsäumen die Flüsse mit einem grünen Gürtel ein entdeckenswertes Natur- und Kulturland.
Michaela & Udo Staleker (Text & Fotos) sind aufgebrochen, um Grenzerfahrungen zu sammeln.

 

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Mal loslassen:Karlshagens Strand in der Abendsonne. - Rechts ranfahren: Usedom lockt mit Flair und Marienkirche. - Fischfutter: Matjesgericht im »Usedom Bike Hotel« in Karlshagen. - Vogelfrei: Wandmalerei mit alter Seebrücke im Seeheilbad Ahlbeck.
Mal loslassen:Karlshagens Strand in der Abendsonne. - Rechts ranfahren: Usedom lockt mit Flair und Marienkirche. - Fischfutter: Matjesgericht im »Usedom Bike Hotel« in Karlshagen. - Vogelfrei: Wandmalerei mit alter Seebrücke im Seeheilbad Ahlbeck.
Reiseroute »Tief im Osten«, 730 km.
Reiseroute »Tief im Osten«, 730 km.
Cover der TF-Ausgabe 11-2020
Cover der TF-Ausgabe 11-2020

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Jotwede: Am östlichsten Rand des Oderbruchs an der Grenze zu Polen wartet der "Kulturhafen Groß Neuendorf" auf Besucher.
Jotwede: Am östlichsten Rand des Oderbruchs an der Grenze zu Polen wartet der "Kulturhafen Groß Neuendorf" auf Besucher.

In milden Pastellfarben verabschiedet der Abendhimmel über dem Usedomer Ostseestrand von Karlshagen den Tag. Die unendliche Weite des Meeres, das sanfte Plätschern schüchterner Wellen gegen einen traumhaft feinen Sandstrand, die bunten Farbtupfer der Strandkörbe und ein paar versprengte Badegäste, die Hand in Hand am Meeressaum entlang schlendern. Ein Bild der Stille, der Harmonie, des Friedens. Kaum noch vorstellbar, dass diese Ostsee jahrzehntelang über 600 Kilometer eine scharf bewachte Grenzlinie war, an der so mancher Freiheitstraum ehemaliger DDR-Bürger tödlich endete. Einzig die sich scharf gegen den Himmel abzeichnenden Plattenbauten direkt hinter dem Strand stehen noch als stumme Zeugen sozialistischer Vergangenheit. »Honeckers letzte Rache«, spaßt man hinter vorgehaltener Hand, als wir in einer Strandgaststätte das Gespräch suchen. Heute seien dies alles Ferienwohnungen, vermietet an wohlhabende Ostseeurlauber. »Usedom - die Badewanne der Berliner. Dat kennse doch noch, oder?«


Die gestiegene touristische Popularität der Insel hat durchaus ihre Kehrseiten. So sind die Grundstückspreise geradezu explodiert, liegen heute auf ähnlichem Niveau wie auf Rügen und Sylt, was bei einem gleichzeitigen Mangel an gut bezahlten Arbeitsplätzen zu einer Abwanderung vor allem junger Menschen in den Westen geführt hat. »Die Lebenshaltungskosten sind zu hoch, die Mindestlöhne zu niedrig. Da bleibt nüscht übrich inne Taschen!«, hört man vielerorts und vor allem in der Gastronomie und im Hotelgewerbe fehle es an Nachwuchs. Kein Wunder, dass die Menschen hier von der aktuellen Politik oft die Nase voll haben. Die etablierten Westparteien kommen im Osten immer schlechter an, weil die Menschen sich mit ihren täglichen Sorgen und Nöten überhört und alleingelassen fühlen.
(...)

Zugausfall: Ruine des Mittelteils der ehemaligen Kariner Eisenbahn-Hubbrücke. - Guter Fang: Fischerfigur in Uckermünde. - Aufgetaucht: U-Boot 461 der ehemaligen Baltischen Rotbannerflotte im »Historisch-Technischen Museum« in Peenemünde.
Zugausfall: Ruine des Mittelteils der ehemaligen Kariner Eisenbahn-Hubbrücke. - Guter Fang: Fischerfigur in Uckermünde. - Aufgetaucht: U-Boot 461 der ehemaligen Baltischen Rotbannerflotte im »Historisch-Technischen Museum« in Peenemünde.

In der Oktober-Ausgabe 2020 des TOURENFAHRER: 

 

Aare-Flusswanderung / Schweiz:

 

»Aare gut, alles gut«

 

 

Hochalpine Landschaften, romantische Seen, historische Uferstädte. Eine Reise entlang der Aare bietet Schweizer Leckerli für jeden Geschmack.

 

Michaela & Udo Staleker (Text & Fotos) waren vier Tage lang zum Naschen unterwegs. 

 

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Gipfelglück: Das Kurvenkarussell vom Furka- hinüber zum Grimselpass setzt garantiert Motorrad-Endorphine frei (großes Bild). - Blick auf Innertkirchen. - Hotel Grimsel Hospiz. - »Matterhorn Gotthard Bahn« in Andermatt.
Gipfelglück: Das Kurvenkarussell vom Furka- hinüber zum Grimselpass setzt garantiert Motorrad-Endorphine frei (großes Bild). - Blick auf Innertkirchen. - Hotel Grimsel Hospiz. - »Matterhorn Gotthard Bahn« in Andermatt.
Reiseroute »Aare gut, alles gut«, 525 km.
Reiseroute »Aare gut, alles gut«, 525 km.
Cover der TF-Ausgabe 10-2020
Cover der TF-Ausgabe 10-2020

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Geburtsstunde: Unter den Gletschern oberhalb des aufgestauten Grimselsees kommt die Aare zur Welt.
Geburtsstunde: Unter den Gletschern oberhalb des aufgestauten Grimselsees kommt die Aare zur Welt.

Grimselgeburt

 

Motorradfahrer sind schon etwas seltsam. Da bin ich doch nun nicht erst seit gestern auf der Welt und auf jeder genauen Landkarte der Schweiz eingezeichnet. In Blau, falls jemand noch rätselt, einem zarten Blau, das immer dünner und unscheinbarer wird, je mehr sich der Finger meiner Geburtsstätte nähert. Hoch droben in der Grimselwelt liegt mein Kreißsaal, wo die Berge noch eisbedeckt sind und - zugegeben - auch ein wenig unzugänglich. Unter dem Oberaargletscher, gute zweieinhalb Stunden Fußmarsch vom Grimsel-Hospiz entfernt. Leise gurgelnd unter dickem, zentnerschwerem Eis komme ich zur Welt. Eine wahrlich mühevolle Geburt unter schmerzvollem Drücken und Pressen, bis ein kleines Aare-Rinnsal entsteht, das sich fließend und grabend schließlich in den Grimselsee ergießt.

 

Und da fragten diese beiden doch per Flussmail bei mir an, ob sie mit ihren Enduros nicht einfach zum Gletscher hinauffahren könnten. Was immer so eine „Enduro“ auch sein mag: ein klares Nein! Und ich mag auch nicht »für ein paar Kilometer hinten drauf sitzen«, selbst wenn ich ihrer Einladung zum Eiskaffee auf der Panorama-Terrasse des Hotels »Grimsel Passhöhe« kaum widerstehen konnte. Bin natürlich selbstfließend angereist. Pünktlich, auf die Minute. Als Grande Dame der Schweizer Flüsse habe ich touristisch schließlich einen Ruf zu verlieren. Doch irgendetwas scheint schiefgegangen zu sein. Seit geschlagenen zwei Stunden treibe ich seeauf, seeab und warte. Was ist nur los mit diesen »Enduros« …??(...)

Die mit Schnitzereien geschmückten Bauernhäuser der steilen Brienzer Brunngasse verliehen dieser einst das Prädikat »schönste Gasse Europas« (großes Bild). - Hinterer Fellibach/Oberalppass. - Zukunftsmusik? Johammer E-Bikes. - »Belvedere« / Rhonegletscher
Die mit Schnitzereien geschmückten Bauernhäuser der steilen Brienzer Brunngasse verliehen dieser einst das Prädikat »schönste Gasse Europas« (großes Bild). - Hinterer Fellibach/Oberalppass. - Zukunftsmusik? Johammer E-Bikes. - »Belvedere« / Rhonegletscher

In der September-Ausgabe 2020 des TOURENFAHRER: 

 

Neckar-Flusswanderung:

 

»Am schwäbischen Strom«

 

Eine Reise entlang des Neckars führt unweigerlich zur Erkundung der schwäbischen Seele.

An seinen Ufern sammelten Michaela & Udo Staleker (Text & Fotos)  kulturell und geschichtlich reizvolle Impressionen eines Stroms im Wandel der Zeit.

 

 

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Kaffeepause: Am frühen Morgen ist es noch ruhig auf dem fachwerkumsäumten Esslinger Hafenmarkt. Einladung zum zweiten Frühstück am »Trogbrunnen«.
Kaffeepause: Am frühen Morgen ist es noch ruhig auf dem fachwerkumsäumten Esslinger Hafenmarkt. Einladung zum zweiten Frühstück am »Trogbrunnen«.
Cover der TF-Ausgabe 09-2020
Cover der TF-Ausgabe 09-2020

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Abgehoben: Hoch über dem Neckartal thront das »Hotel Schloss Weitenburg« in Starzach (gr. Foto). Heidelberger Blick auf »Alte Brücke« und Schloss.
Abgehoben: Hoch über dem Neckartal thront das »Hotel Schloss Weitenburg« in Starzach (gr. Foto). Heidelberger Blick auf »Alte Brücke« und Schloss.

»Wo ganget ’r no?« Karl Fleig hat uns zum Abschied zwei Dreier-Packs seines süffigen Hader-Bräus neben die Motorräder gestellt. Eine liebe Geste nach unserer Übernachtung in dem urig-sympathischen Weilersbacher Wirts- und Gästehaus, das wir als Startpunkt unserer Suche nach der schwäbischen Seele aus dem Internet gefischt hatten. »An d’r Neckar! Un’ no immer weidr, d’r Neckar raa bis nunter nach Heidelberg.«
Herrgott noch a’mol … mein Schwäbisch war auch schon mal besser! Der schnauzbärtige Biersommelier und Haderbräu-Wirt hat’s gemerkt, schmunzelt, aber zeigt Nachsicht mit uns »Neig’schmeckte« und wünscht »a scheene Fahrt«.

Der »Matze« hockt da und liest die »Neckarquelle«, täglich und unaufhörlich, g’rad so, wie das Neckarwasser aus dem Quellstein unweit des Schwenninger Moos schießt, das als Wiege des schwäbischen Stroms gilt. Herbert Wurms Skulptur ist der wohl treueste Leser der „Südwestpresse“, verzichtet gern auf alles Digitale, genießt »Print«, Umarmungen und Händedruck der zahlreichen Kinder, die zwar noch nicht lesen können, es aber spannend finden, distanzlos im Quellbecken zu planschen. »Das ist des Neccars Ursprung«, ließ Herzog Ludwig von Württemberg 1581 an dieser Stelle in den ersten Quellstein meißeln und seitdem muss jede Neckarreise hier beginnen. Durch breite Wiesenauen schlängelt sich der Schlingel fernab des Fahrwegs über Deißlingen und Lauffen nach Rottweil hinauf, spielt ein wenig mit unserer Ungeduld und dem Wunsch nach der Flussromantik meiner Jugenderinnerungen. Soll er doch, typisch Kinder halt.
Und so treiben wir die Enduros für ein paar Kilometer am Rand des Schwarzwalds entlang, tauchen über Niedereschach und Horgen ins Eschachtal hinab und fahren unserem »Runaway« erst kurz vor Bühlingen wieder in die Seite. Frischwasser – zum Durstlöschen und gut für den Muskelaufbau. Harte Arbeit wartet auf den Strom zu Füßen Rottweils am Neckar. Baden-Württembergs älteste Stadt liegt ganz anders, als es der Namenszusatz vermuten lässt. Sie lässt den Neckar nicht hinein, sondern außen vor, thront zwischen Hochturm und Kapellenkirche majestätisch über dem Fluss, beschattet sein tiefes Tal und zwingt ihn zu einem weiten Bogenschlag.(...)

Neckar bei Talhausen - Rottenburg: Marktplatz mit Dom St. Martin - Götz v. Berlichingens Burg Hornberg - Burger im »Hirschhorner Kartoffelhaus« - Lauffen: Neckarinsel mit Grafenburg - Rottweil: Zunftschild- Tübingen: Kloster Bebenhausen - Horb: Mühlkanal
Neckar bei Talhausen - Rottenburg: Marktplatz mit Dom St. Martin - Götz v. Berlichingens Burg Hornberg - Burger im »Hirschhorner Kartoffelhaus« - Lauffen: Neckarinsel mit Grafenburg - Rottweil: Zunftschild- Tübingen: Kloster Bebenhausen - Horb: Mühlkanal

In der Juli-Ausgabe 2020 des TOURENFAHRER: 

 

Oberschwäbische Barockstraße:

 

»Zwischen Himmel & Hölle«

 

Reisebeschränkungen und Lockdown können für Tourenfahrer zur Qual werden.
Michaela & Udo Staleker (Text & Fotos) sind ausgebrochen und haben entlang der Oberschwäbischen Barockstraße Reiseeindrücke zwischen »Himmel & Hölle« gesammelt.

 

 

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Frühlingsgefühle: Rund um die mächtige Klosteranlage von Wiblingen schmücken sich Obstbäume mit zarten Knospen.
Frühlingsgefühle: Rund um die mächtige Klosteranlage von Wiblingen schmücken sich Obstbäume mit zarten Knospen.
Cover der TF-Ausgabe 07-2020
Cover der TF-Ausgabe 07-2020
Dreieinigkeit: Stadtpfarrkirche, Pfarrhaus und Zehntscheuer bilden in Laupheim ein pittoreskes Ensemble.
Dreieinigkeit: Stadtpfarrkirche, Pfarrhaus und Zehntscheuer bilden in Laupheim ein pittoreskes Ensemble.

»Wie eine schwarze Wunde klaffte das geöffnete Portal in dem gelblich verwitterten Mauerwerk der Kirche. (…) Der Körper des Christus war schon im Frühjahr herausgebrochen worden. Nur die Hände und Füße hingen wie abgehackt noch an den großen, rostigen Nägeln.«

In der Schule hatten wir das Buch gelesen. Und es war ein mühsames Unterfangen gewesen, die Jugendlichen auf eine Kopfreise ein paar Hundert Jahre zurück in die Grauen des Mittelalters zu schicken. Eggebusch im Oktober 1641. Söldnerheere ziehen plündernd und mordend durchs Land, und das irdische Dasein der Menschen ist zu einer wahren Hölle geworden. Und weil Tilman Röhrigs Handlungsset sich auf keiner Landkarte verorten ließ, fuhren die Achter kurzerhand ins Schullandheim nach Oberschwaben. Und da lag nun alles vor der Haustür, was man zum Verständnis von »Himmel und Hölle« so brauchte, wenn man 14 Jahre alt war und »den Röhrig« im Deutschunterricht gezwungenermaßen lesen musste: Das Bad Wurzacher Schloss mit seinem pompösen Barocktreppenhaus. Und noch mehr »Ooohs« in der Simultankirche St. Martin in Biberach, in der Katholiken und Protestanten streitlos nebeneinander auf der Kirchenbank hocken und Johannes Zicks famoses Deckengemälde bestaunen durften. (...)

Abgehoben: Morgenandacht an der Wallfahrtskirche auf dem Gottesberg über Bad Wurzach. - »Federseemuseum« Bad Buchenau. - Kloster in Rot an der Rot. - Bodensee-Festung: Schloss »Montfort«
Abgehoben: Morgenandacht an der Wallfahrtskirche auf dem Gottesberg über Bad Wurzach. - »Federseemuseum« Bad Buchenau. - Kloster in Rot an der Rot. - Bodensee-Festung: Schloss »Montfort«

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Zwischen Jūrkalne und Kuldīga (Goldingen) überrascht Ēdole mit malerischen Seen.
Zwischen Jūrkalne und Kuldīga (Goldingen) überrascht Ēdole mit malerischen Seen.

»Durch das »Zielona Brama« (Grüne Tor) an der Mottlau drückt und quetscht sich ein nicht enden wollender Menschenstrom in die »Stare Miasto«, die Altstadt der Ostseemetropole Danzig. Mehr als tausend Händler und Stände, über siebzigtausend Besucher am Tag — Dominikanermarkt in Gdansk, in den Straßen und Gassen seiner Alt- und Rechtstadt. Zwischen Kleinkunst und Küche, Antiquariat und Antiquitäten, Nippes, Tand und Straßenmusik brodelt ein Fest für Augen und Ohren. Drei Wochen lang im August, seit man 1972 eine aus dem 13. Jahrhundert rührende Tradition wieder aufgegriffen hat. Damals gewährte der Papst den Dominikanern ein Ablassprivileg und gab damit ungewollt das Startsignal für ein ausgelassenes Fest von Händlern, Gauklern und Bänkelsängern, zu dem bereits im Mittelalter Besucher aus nah und fern anreisten und Hunderte von Segelschiffen und Handelskoggen am Mottlau-Kai festmachten. Stoffe und kostbare Seide aus den Ländern der Levante hatten sie geladen, Zinn und Webtuche aus England, spanischen Wein und portugiesische Gewürze, Südfrüchte und Konfitüre. Und sie nahmen wieder mit, was Händler aus den östlichen Ländern nach Danzig brachten: Getreide und Hölzer, die mühevoll die Weichsel hinab geflößt worden waren. Schmuck und Edelsteine aus den Goldschmieden der Stadt. Darunter auch ein leichter, goldgelber Stein, der mit »lebendigen« Inklusen den feinen Damen der Gesellschaft in reichen Mittelmeerländern einen wohligen Schauer den Rücken hinab jagte und bald so beliebt war, dass Bernsteinsucher überall an den Stränden des Baltikums unterwegs waren, um ihre Funde auf den Märkten Danzigs zu Geld zu machen: Ostseegold.« (...)

Cover der TF-Ausgabe 07-2020
Cover der TF-Ausgabe 07-2020

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In der Juli-Ausgabe 2020 des TOURENFAHRER: 

 

Baltische Bernsteinstraße:

 

»Ostseegold«

 

Handel und Wandel am baltischen Bernsteinweg zwischen dem polnischen Danzig und dem estnischen Tallinnwar schon lange vor dem Schengener Abkommen völkerverbindend.

Eine Reportage von Michaela & Udo Staleker (Text & Fotos)

 

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Danzig: Legale Piraterie - Dreimaster »Galeon Lew« im Mottlau-Hafen. - Straßenmusikanten in der Frauengasse. - »Tränen der Götter.« - Kaliningrad: »Haus der Sowjets«. - Straßenmarkt in Kaliningrad unweit »Platz des Sieges«. - Christ-Erlöser-Kathedrale
Danzig: Legale Piraterie - Dreimaster »Galeon Lew« im Mottlau-Hafen. - Straßenmusikanten in der Frauengasse. - »Tränen der Götter.« - Kaliningrad: »Haus der Sowjets«. - Straßenmarkt in Kaliningrad unweit »Platz des Sieges«. - Christ-Erlöser-Kathedrale
Bäriges Gastgeschenk aus Deutschland für Riga. - Pappmaschee-Puppen in Sabile. - Hanse-Skyline Riga. - Frauenburger Dom. - Urstromtal der Abava. - Fähre zw. Świbno und Mikoszewo
Bäriges Gastgeschenk aus Deutschland für Riga. - Pappmaschee-Puppen in Sabile. - Hanse-Skyline Riga. - Frauenburger Dom. - Urstromtal der Abava. - Fähre zw. Świbno und Mikoszewo

Weiß-blaues Warmboxen: Zwischen Reubach und Kühnhard ist der Tag erwacht und die dicke Enduro schiebt mächtig voran.
Weiß-blaues Warmboxen: Zwischen Reubach und Kühnhard ist der Tag erwacht und die dicke Enduro schiebt mächtig voran.

»Nachts hat der Regen an die Scheiben geklopft. So laut, dass wir aufgeschreckt sind und verschlafen die geplante Ausfahrt übers Wochenende ins Reich der Träume gemurmelt haben. Stunden später flirren Sonnenstrahlen durchs Schlafzimmer und der Blick aus dem Dachfenster dokumentiert ein unumkehrbares Frühlingserwachen.(...)

 

»Hey, aufwachen! Du brabbelst die ganze Zeit im Schlaf und drehst dich von einer Seite auf die andere. Ich krieg kein Auge mehr zu!« Empört rüttelt meine bessere Hälfte an meinem Oberarm, wischt mir die herrlichen Farben vom Visier und bringt die Schäfchenwölkchen am morgendlichen Tourenhimmel zum Platzen. Von draußen rauscht der Regen durch den Vorhang und stürmische Windböen bringen die Jalousien zum Klappern.

Schlagartig grausame Wirklichkeit. Am Vorabend haben der bayerische Ministerpräsident Söder und sein baden-württembergischer Amtskollege Kretschmann die Vorstufe zu einer totalen Ausgangssperre verkündet. Zona Corona - und das bedeutet Füße und Räder stillhalten, Abstand bewahren zu allem Nicht-Familiären, soziale Kontakte auf das Notwendigste reduzieren. Kein Gedanke mehr an Schlaf!« (...)

Cover der TF-Ausgabe 06-2020
Cover der TF-Ausgabe 06-2020

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In der Juni-Ausgabe 2020 des TOURENFAHRER: 

 

Deutschland-Essay:

 

»Kopfkino«

 

Lockdown in Deutschland. Mit der Corona-Pandemie  sind alle Reisepläne vorerst auf Eis gelegt. Was bleibt, sind Sehnsüchte, Träume und ein verlockend farbenfroher Frühling.

 

Auf kleinen Nebenstrecken in Hohenlohe, Franken und am Rand der Ostalb folgen Michaela & Udo Staleker (Text & Fotos) dem »Kopfkino eines Still-Lebens«.

 

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Langenburger Allerlei: »Ätsch Gäwele«, »Seelchen«, »Wibele« im Langenburger Café Bauer. - »Buswarteheute!« in Hessenau. - Jagst-Ensemble aus Flusswehr und Bogenbrücke zu Füßen des Residenzstädtchens Kirchberg.
Langenburger Allerlei: »Ätsch Gäwele«, »Seelchen«, »Wibele« im Langenburger Café Bauer. - »Buswarteheute!« in Hessenau. - Jagst-Ensemble aus Flusswehr und Bogenbrücke zu Füßen des Residenzstädtchens Kirchberg.

In der Mai-Ausgabe 2020 des TOURENFAHRER: 

 

Frankreich-Reportage:

 

»Tout est dans le Tarn«

 

Im Wasser von Flüssen spiegelt sich unser Dasein. Geburt und Kindheit, Jugend und Erwachsenenalter. Fragen stellen, suchen und auf die Reise gehen. Michaela & Udo Staleker (Text & Fotos) haben zwischen Quelle und Mündung des Tarn so manche Antwort im Fluss gefunden.

 

 

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Doller Durchbruch: Tarn-begleitend rockt die 907B vor La Malène durch Felsentore und zieht den Blick tief hinab.
Doller Durchbruch: Tarn-begleitend rockt die 907B vor La Malène durch Felsentore und zieht den Blick tief hinab.
Reiseroute »Tout est dans le Tarn«, 437 km
Reiseroute »Tout est dans le Tarn«, 437 km
Cover TF 05-2020
Cover TF 05-2020

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Spieglein, Spieglein: Zu früher Morgenstunde erwacht Ambialet, vom Tarn umschlungen und behütet von Kirche und Priorat.
Spieglein, Spieglein: Zu früher Morgenstunde erwacht Ambialet, vom Tarn umschlungen und behütet von Kirche und Priorat.

Col de Montmirat, 1046 Meter. Runter mit der Cross-Brille! Nieselregen, Nebelschwaden - das ist ja der reinste Blindflug. »Mont Lozère« hat Michaela ins Reiselogbuch getippt und klein in Klammern noch »Le Pont-de-Montvert« hinzugefügt, als hätte sie geahnt, dass das Navi wieder mal zu dämlich ist. Die Ténéré grummelt mit gezogener Kupplung vor sich hin und es dauert eine Weile, bis der durchgeweichte Handschuh die Brille freigewischt hat und das kleine D35er-Straßenschild eine neue Peilung verspricht. Werde ich die Cevennen je anders als in Seerohrtiefe betrachten dürfen?  (...)

 

Krampferlöst kuppelt die Linke und die Bikes tänzeln im Kuhfladen-Tango über eine verkehrsbefreite Hochfläche. Ein vergessener Bauernhof, die regenverhangenen Kuppen des Nationalparks auf zwölf Uhr und die langsam, aber sicher absaufende Kartentasche des Tankrucksacks direkt vor der Nase: Der Charme der Cevennen hat uns fest im Griff. Lediglich die steingrauen Häuser von La Vayssière und Rûnes mit der munter purzelnden »Cascade« (Wasserfall) erinnern an Zivilisation und demonstrieren mit schlichten Gehöften an der Flanke des Mont Lozère ein hartes, karges Leben. »Ça y est« - so haben wir's gewollt. (...)

Théâtre des Gorges: Der Tarn meint es ernst und öffnet kurz vor Les Vignes den Vorhang zu einer spannenden Multivision.
Théâtre des Gorges: Der Tarn meint es ernst und öffnet kurz vor Les Vignes den Vorhang zu einer spannenden Multivision.

Mächtig Wind: Die Bockwindmühle in Planebruch-Cammer gehört zu den ältesten ihrer Art in Europa.
Mächtig Wind: Die Bockwindmühle in Planebruch-Cammer gehört zu den ältesten ihrer Art in Europa.

Es gibt Menschen, die möchte man als Motorradfahrer mehrfach umarmen. Wie versprochen steht bei »Seeland Motors« in Aschersleben - Neu Königsaue bereits am frühen Morgen eine frisch besohlte Honda auf dem Hof. Mechaniker Kevin und Eigner Mario bekommen vom TOURENFAHRER den Enduro-Verdienstorden Erster Klasse, versprochen! Und weil man sich bei Motorraderinnerungen über Simson, Motocross und Endurotrainings angenehm näher gekommen ist, rollt die rehabilitierte 500X erst gegen Mittag vom Hof.

Ein Bilderbuchtag. Null Verkehr im Osternienburger Land, hübsche Stadtansichten in Nienburg und Köthen, doch weit und breit keine Bäume entlang der »Deutschen Alleenstraße«. Dafür Kultur in Dessau, wo Walter Gropius bereits vor dem 1926 eröffneten »Bauhaus Dessau« wartet, das ihm nach dem Umzug von Weimar als Schulgebäude für Kunst-, Design- und Architektur diente. „Das Bauhaus soll ein Spiegel des Lebens und der Zeit sein“, hatte der 1883 in Berlin geborene Architekt bereits 1919 auf der Gegenfahrbahn zum Zeitgeist verkündet. Und so zog er als Direktor der Großherzoglich-Sächsischen Hochschule für Bildende Kunst wie ein schöpferischer Magnet führende europäische Künstler an sein frisch gegründetes »Staatliches Bauhaus in Weimar«. (...)

Cover der TF-Ausgabe 04-2020
Cover der TF-Ausgabe 04-2020

In der April-Ausgabe 2020 des TOURENFAHRER: 

 

Deutschland-Reportage: »Alleenstraße, Teil 2«

 

»Für die Ewigkeit«

 

Bäume und Meer. Der zweite Teil ihrer Reise entlang der Deutschen Alleenstraße führt Michaela & Udo Staleker (Text & Fotos) von der Bauhaus-Stadt Dessau durch drei Bundesländer bis zum Kap Arkona auf der Insel Rügen.

 

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Grün bedacht: Eingebettet zwischen wiegenden Weizenfeldern führen Alleenstraßen von Leuschentin nach Kummerow. - Bauhaus in Dessau-Roßlau. - Frischer Fang direkt am Kai von Sassnitz. - Seebrücke von Selin auf Rügen.
Grün bedacht: Eingebettet zwischen wiegenden Weizenfeldern führen Alleenstraßen von Leuschentin nach Kummerow. - Bauhaus in Dessau-Roßlau. - Frischer Fang direkt am Kai von Sassnitz. - Seebrücke von Selin auf Rügen.

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In der März-Ausgabe 2020 des TOURENFAHRER: 

 

Spanien/Katalonien-Reportage:

 

»Tour de Tapes«

 

Eine Reise durch Katalonien ist so scharf gewürzt und lecker wie die Appetithäppchen einer katalanischen »Tapes-Bar«.

 

Michaela & Udo Staleker (Text & Fotos) haben die besten Rezepte mit nach Hause gebracht.

 

 

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Völlig verrückt: Das »Teatre-Museu« in Figueras dokumentiert die Traumwelt des Künstlers Salvador Dalí.
Völlig verrückt: Das »Teatre-Museu« in Figueras dokumentiert die Traumwelt des Künstlers Salvador Dalí.
Reiseroute »Tour de Tapes«, 771 km
Reiseroute »Tour de Tapes«, 771 km

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Kurvenreich: »Carretera de Cadaqués« oberhalb der Bucht von Portlligat. - Malerischer Strand von Calella de Palafrugell. - »Rambla de Figueres« - »Häuserblock der Zwietracht«: »Casa Amatller« und »Casa Batlló« in Barcelona.
Kurvenreich: »Carretera de Cadaqués« oberhalb der Bucht von Portlligat. - Malerischer Strand von Calella de Palafrugell. - »Rambla de Figueres« - »Häuserblock der Zwietracht«: »Casa Amatller« und »Casa Batlló« in Barcelona.

Bei »Bilbao Berria« ist es trocken. Und warm. Und vor allem lecker. Bunt belegt breitet sich eine verführerische Häppchen-Landschaft auf der Theke der kleinen Tapas-Bar an der »Plaça Nova« unweit der »Catedral de la Santa Creu i Santa Eulàlia« aus. Zum Einatmen! Vergessen die Wasserschlacht auf der Stadtautobahn von Barcelona. »Maldita«! Oder besser katalanisch: »Maleït«! Wer hat den Spaniern erlaubt, harmlose Motorradreisende mit dem Wasserwerfer von der Fahrbahn zu spülen? (...)

Ganz in Weiß: Terrassenförmig umschließen Cadaqués' Häuser die Bars und Restaurants des lebendigen Fischerhafens.
Ganz in Weiß: Terrassenförmig umschließen Cadaqués' Häuser die Bars und Restaurants des lebendigen Fischerhafens.
Cover TF 03-2020
Cover TF 03-2020

Postkartenidylle: Um den Markt der Altstadt von Stolberg ist noch alles unter Dach und Fach.
Postkartenidylle: Um den Markt der Altstadt von Stolberg ist noch alles unter Dach und Fach.

»Rings Sonnenschein auf Wies' und Wegen, / Die Wipfel stumm, kein Lüftchen wach, / Und doch, es klingt, als ström ein Regen / Leis tönend auf das Blätterdach.«

 

Meiner Frau fällt fast die Kaffeetasse aus der Hand. »Hallo? Voll der Romantiker! Wo nimmste das denn plötzlich her?« Völlig gelassen setze ich noch einen drauf: »Hömma, das mussten wir in der Sexta auswendig lernenund am nächsten Tag vor der Klasse aufsagen. Aber so was haste dann fürs Leben, meine Gute, für die Ewigkeit!«.

 

Verrückt ist das schon. Mit dem Fontane-Gedicht ist plötzlich wieder die Kindheit im Kopf... (...)

 

Blauviolettes Meer: Am Fuß der »Roter Kuppe« lädt die Hochrhön-Straße die Enduro zum Lupinenbad. - Zinnfigurenmuseum »Historicum«, Schmalkalden. - »Seeland Motors«, Neu Königsaue bei Aschersleben. - »Viba Nougat-Welt«, Schmalkalden.
Blauviolettes Meer: Am Fuß der »Roter Kuppe« lädt die Hochrhön-Straße die Enduro zum Lupinenbad. - Zinnfigurenmuseum »Historicum«, Schmalkalden. - »Seeland Motors«, Neu Königsaue bei Aschersleben. - »Viba Nougat-Welt«, Schmalkalden.

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In der Januar-Ausgabe 2020 des TOURENFAHRER: 

 

Deutschland-Reportage »Alleen- und Fachwerkstraße«, Teil 1

 

»Auf dem Weg in die Ewigkeit«

 

Entlang der Deutschen Alleen- und der Deutschen Fachwerkstraße reisten Michaela & Udo Staleker (Text & Fotos) quer durch die neuen Bundesländer bis zur Insel Rügen. 

Der erste Teil ihrer Reportage führt durch die Naturparks der Rhön, des Thüringer Waldes, der Werra und quer durch den Harz. Entdeckungen in einem grünen Deutschland. 

 

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Tief versunken: Zwischen Wiesenbäumen und Mohnblumen reckt sich der Fachwerkturm von Hallungens Nikolaikirche. - Markt von Schmalkalden. - Historischer Wegweiser. - Thüringer Rostbratwurst, Meiningen. - »Jägerklause«, Schmalkalden.
Tief versunken: Zwischen Wiesenbäumen und Mohnblumen reckt sich der Fachwerkturm von Hallungens Nikolaikirche. - Markt von Schmalkalden. - Historischer Wegweiser. - Thüringer Rostbratwurst, Meiningen. - »Jägerklause«, Schmalkalden.

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In der Dezember-Ausgabe 2019 des TOURENFAHRER: 

 

Russland-Reportage, Teil 2:

 

»Nowhere Land«

 

»Verstand wird Russland nie verstehen«, schrieb der Dichter Fjodor Tjuttschew. Auf den Spuren des Krieges in Wolgograd, hinab ins Wolga-Delta und über endlose Steppen bis zum Kaukasus entdeckten Michaela & Udo Staleker (Text & Fotos) ein unfassbares Land mit einem warmen Pulsschlag.

 

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»Mutter Heimat«, Wolgograd. - Tatra-Metro-Tram, Wolgograd. - Kirche d. Heilig. Jungsfrau Maria, Solodniki. - Mariä-Entschlafens-Kathedrale, Astrahan. - Oka-Schrägseilbrücke, Murom. - Museum »Schlacht von Stalingrad«, Wolgograd. -Endstation Wolga, Astrahan
»Mutter Heimat«, Wolgograd. - Tatra-Metro-Tram, Wolgograd. - Kirche d. Heilig. Jungsfrau Maria, Solodniki. - Mariä-Entschlafens-Kathedrale, Astrahan. - Oka-Schrägseilbrücke, Murom. - Museum »Schlacht von Stalingrad«, Wolgograd. -Endstation Wolga, Astrahan
Reiseroute »Nowhere Land«, 2345 km
Reiseroute »Nowhere Land«, 2345 km

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Kühler Kaukasus: Am Gebirgsfluss Terek entlang zum russ.-georg. Grenzübergang Werchni Lars (gr. Foto). Kleine Geschenke überwinden Sprachgrenzen an der Wolga bei Olenje (l.). Mächtige Moschee: Zentralnaja Mechet in Dschalka, Tschetschenien
Kühler Kaukasus: Am Gebirgsfluss Terek entlang zum russ.-georg. Grenzübergang Werchni Lars (gr. Foto). Kleine Geschenke überwinden Sprachgrenzen an der Wolga bei Olenje (l.). Mächtige Moschee: Zentralnaja Mechet in Dschalka, Tschetschenien

»Wir verlassen den Goldenen Ring. Ein letzter Blick zurück auf die über Wladimir thronende Uspenski-Kathedrale, dann führt uns die R72 (P72) zügig aus der Stadt. Hart an der Landstraße leblose Dörfer, mit Datschas von mausgrau bis kunterbunt, zwischen windschief und verwahrlost, von ärmlich bis so bitterarm, dass es wehtut. "Wir fahren hier jetzt im Sommer vorbei, bei 30 Grad, mindestens. Doch wie sieht das Ganze im tiefen Winter aus, wenn Russland Frost meldet?" - Michaelas Stimme im Kopfhörer philosophiert weiter: "Und womit verdienen diese Menschen ihren Lebensunterhalt? Viele haben am Straßenrand ein paar Eimer mit Äpfeln, Tomaten und Kartoffeln aufgestellt. Oder auch mal ein paar Kürbisse aus dem Garten. Und dann? Warten, warten, bis vielleicht mal jemand anhält und ein paar Rubel verdient sind. In den Datschas gibt es kein fließend Wasser, keine Toilette mit Spülung, noch nicht einmal Strom. Das sind Dörfer ohne Zukunft... (...)«

Sanitäter-Einsatz vor Lukojanow. - Dariali-Kloster, Georgische Heerstraße. - Nowhere Land, Kalmückien. - Off the Road zwischen Liman und Ulan-Chol. - Café »Khunzakh«, Kisljar. - Gemüse- und Obsthändler vor Wolgograd. - »Glückliche Wege«-, Oblast Saratow
Sanitäter-Einsatz vor Lukojanow. - Dariali-Kloster, Georgische Heerstraße. - Nowhere Land, Kalmückien. - Off the Road zwischen Liman und Ulan-Chol. - Café »Khunzakh«, Kisljar. - Gemüse- und Obsthändler vor Wolgograd. - »Glückliche Wege«-, Oblast Saratow
Cover TF 12-2019
Cover TF 12-2019

Gewaltiger Gletscher: Kurz vor der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe streckt das Großglockner-Massiv seine weiße Zunge aus.
Gewaltiger Gletscher: Kurz vor der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe streckt das Großglockner-Massiv seine weiße Zunge aus.

Das ist ja mal wieder typisch. Wochenlang haben Süddeutschland und die Alpenländer unter einer wahren Hitzwelle gestöhnt, doch heute und hier regnet es und vor der Crossbrille treiben Nebelschwaden, die so tief hängen, dass alles vor dem Vorderrad bestenfalls erahnbar ist.

Vorsichtig folgen wir der Fuscher Ache, tasten uns die Glocknerstraße nach Ferleiten hinauf, fummeln mit nassklammen Fingern nach der Kreditkarte, um an der Mautstation 26,50 Euro für den Motorradbesuch im Nationalpark Hohe Tauern abbuchen zu lassen.

Gut angelegtes Geld, denn die Info-Broschüre verspricht Superlative: den größten Nationalpark Österreichs und einen der schönsten Europas. Mittendurch die Großglockner Hochalpenstraße mit 36 Kehren auf einer Länge von 48 Kilometern. Über 200 Dreitausendergipfel für Bergwanderer-Glück, 500 Bergseen für Genießer, wilde Wasserfälle, riesige Gletscher und seltene Tier- und Pflanzenarten, darunter Steinadler, Bart- und Gänsegeier. Und als Krönung ein herrlicher Blick auf Österreichs höchsten Berg: den 3798 Meter hohen Großglockner mit seiner acht Kilometer langen Pasterze, dem größten Gletscher der Ostalpen.

»Bei gutem Wetter, freilich«, stöhne ich feucht ins Mundtuch, (...)

Podkoren und das Save-Tal. - Gletschersterben durch Klimawandel. - Traditionelle Kärntner Bauernhäuser in Edling. - Blick auf Julische Alpen vom Vršič- Pass. - TF-Partnerhaus »Friedl's Garage« mit Wirtsfamilie Kohlweiss. -Burg Straßburg. - Ossiacher See.
Podkoren und das Save-Tal. - Gletschersterben durch Klimawandel. - Traditionelle Kärntner Bauernhäuser in Edling. - Blick auf Julische Alpen vom Vršič- Pass. - TF-Partnerhaus »Friedl's Garage« mit Wirtsfamilie Kohlweiss. -Burg Straßburg. - Ossiacher See.

In der November-Ausgabe 2019 des TOURENFAHRER: 

 

Österreich-Reportage »Kärnten«

 

»Kärntner Kaleidoskop«

 

Eingebettet zwischen Bergen und Seen, bietet die südlichste Region Österreichs ein buntes Farbenspiel an Kultur, Kurven und Kulinarik.

 

Michaela & Udo Staleker (Text & Fotos) waren im »Motorradland Kärnten« unterwegs und erlebten ein Land mit Genussgarantie.

 

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Auf steiler Höh': Auf einem Kalksteinfelsen thront Burg Hochosterwitz seit Jahrhunderten über dem Gurktal.
Auf steiler Höh': Auf einem Kalksteinfelsen thront Burg Hochosterwitz seit Jahrhunderten über dem Gurktal.

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