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Pozdravljeni, Slovenija

Reisetagebuch Bernsteinstraße 02. August 2018 - Tag: 210 km - Gesamt: 1022 km - Eintrag: M&U

Von Venedig (Italien) nach Podkraj (Slowenien)

 

Venedig drückt bereits am frühen Morgen. Erinnerungen an die Waschküche. Wir kommen gegen halb zehn los und navigieren mit TomTom und Garmin durch den industriellen Hinterhof der Lagunenstadt. Zwanzig Kilometer sind es bis Altino an der historischen Bernsteinstraße, wo die Römer einst Spuren hinterließen. Die Überreste des alten Altinum sind heute in ein modern aufgezogenes Museum integriert, das wir "finalemente" links liegen lassen, um in Santa Dona di Piave den sehenswerten Backstein-Dom mit freistehendem Campanile zu bestaunen. Von Temperaturen wollen wir an dieser Stelle nicht reden - das Kühlwasser tropft bereits aus der Unterhose...

 

Gute 30 Kilometer weiter an der SS14, die in ungefähr den historischen Verlauf der "Amber Road" nachzeichnet,  überrascht Portogruaro mit einer lebendigen Innenstadt und schönen Fußgängerzone hinter dem Stadttor. Wegweiser weisen nach Bibione, und wir stellen uns vor, was an den berühmten Stränden im Golf von Venedig bei diesen Temperaturen wohl abgehen mag. Bis nach Cervignano gibt sich die SS14 ganz dem Weinbau hin, streng D.O.C. -- was eine gleichbleibende Qualität im Weißweinglas garantiert.

 

Das moderne Aquileia wurde auf Ruinen gebaut. Zwischen den Häusern historische Stätten, Grabungen, Säulen und Denkmäler. Wir besichtigen die imposante Basilika, begrüßen Gewitter und Regen und einen leichten Temperatur"sturz" um maximal 2 Grad Celsius. Immerhin - nach zwei leckeren Gelati können wir auf das Regenzeug verzichten und steuern die Motorräder in die Berge von Gorizia hinein. Endlich Enduroland! Wunderschön strecken sich die Ausläufer der Julischen Alpen, schwungvoll kurvt die Straße zwischen Wiesen, Bergwäldern und sauber geputzten, bescheidenen Dörfern. Hier bin ich Biker, hier darf ich's sein. Nach Col hinauf geht's mächtig bergan, so steil, dass den schwachbrüstigen 250ern ein wenig die Puste ausgeht. Wenig später spannt sich bei Podkraj ein gewaltiger Regenbogen über die Berge und ein grollender Donner verkündet das Abendprogramm. Am Wegesrand lockt das Gostilna (Gasthaus) "Stara Posta" mit einem Schild "Bett und Mahlzeit". Zwei Gedanken, ein Satz im Sprechfunk: Wir frage nach einem "Sobe". Fünfzig Euro - Deal!! Das Zimmer ist sauber und groß, die Bikes stehen hinter dem Haus und die Rumpsteaks sind köstlich. Das hat sich in der Gegend offenbar bis tief in die Wälder herumgesprochen, denn zum Weißwein-Digestif kommt Familie Fuchs und nascht. 

You won't believe it...

 

Noch ein Nachtrag in Sachen "Gastfreundschaft": Im Stara Posta sitzen abends die Männer aus der Umgebung, trinken ein Glas kühlen Weißwein und besprechen den Tag. Als Frau Fuchs vorbeikommt, macht Michaela ein paar schöne Schnappschüsse, u.a. ein Foto, auf dem die Füchsin am Weißwein nippt. Unter den Gästen ist ein Winzer, und so schickt ihm Michaela das Fuchs-Foto für Werbezwecke. Ein paar Minuten später steht er bei uns am Tisch und stellt uns eine Flasche Weißwein hin. Seinen Wein! So etwas ist einfach nur schön...

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Kommentare: 1
  • #1

    Silke Seibel (Donnerstag, 02 August 2018 22:21)

    Ich verfolge täglich die Berichte, damit ich immer weiß, wo Sie sind. Traumhafte Gegenden. Ab Montag gehen wir endlich auch in Urlaub. Weiterhin gute Fahrt! Liebe Grüße!

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