Türkei Transit 2

Düzce - Amasya: 510 km

Das Kale thront hoch über Amasya
Das Kale thront hoch über Amasya

Günaydin - guten Morgen, liebe Freunde und Besucher unserer Reisewebsite!

Habt erst einmal herzlichen Dank für Eure aufmunternden Kommentare zu unserem Projekt und für die guten Reisewünsche. Es ist schön zu wissen, dass Ihr ein wenig mitreisen wollt und wir in geistiger Verbindung stehen...

Unser "Traumhotel" in den Bergen von Düzce ist gewiss kein Ort zum Verweilen und so kommen wir alten Trödler endlich mal früh am Morgen los. Hundert Kilometer später gibt's Frühstück in einer gepflegten Lokanta an der D100. Die Durchgangsstraßen in der Türkei sind seit der Amtsübernahme Erdogans inzwischen so breit und gut ausgebaut worden, dass wir eine Autobahn nicht vermissen, sehr viel mehr sehen und doch relativ gut vorankommen.

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Uhrenturm von Amasya
Uhrenturm von Amasya

Einmal mehr erleben wir eine Türkei der hammerharten Kontraste: Eben noch bettelarme Dörfer mit zerfallenen Holzhäusern, daneben (wie in Bolu) neue und schön angelegte Wohnsiedlungen mit parkähnlichen Grünanlagen. Noch überwiegen sicherlich die Bilder der Armut - doch der kranke Mann am Bosporus ist längst auf dem Weg der Gesundung und wächst mit erstaunlichem Tempo zur wirtschaftlichen Supermacht des Nahen und Mittleren Ostens heran. Das Land hat gewaltiges Potential und stellt zudem eine wichtige Brücke zum Vorderen Orient dar: Aserbaidschan, Turkmenistan, Iran, Irak, Afghanistan, Pakistan - das sind (ist erst einmal Frieden in der Region eingekehrt) die erwachenden Wirtschaftsnationen der Zukunft. Hungrig und mit einem enormen Nachholbedürfnis werden sie künftig zu wichtigen Handelspartnern werden - und die oft engstirnige Politik der Europäer könnte einmal mehr Schuld daran sein, dass die Asiaten sich diesen Markt wesentlich schneller erschließen.

 

Menschen und Völker entwickeln sich, und wenn die EU der Türkei noch lange die kalte Schulter zeigt, wird sich das mächtige Land weiter dem Osten zuwenden. Nötig hat man die Europäer schon lange nicht mehr und dazu kommt ein gewisser Stolz, den wir vor allem bei jungen Türken bemerken: Wir können auch ohne Euch!

 

 

Farbige Lightshow am Yesilirmak
Farbige Lightshow am Yesilirmak

Worüber man so sinniert, wenn die Motoren mit moderaten Drehzahlen vor sich hinschnurren... Ab Gerede fasziniert die gewaltige Bergwelt der "Köroglu Daglari" und wir genießen die Weite und Ruhe, die diese Landschaft ausstrahlt. In Gerede trennen sich die Wege nach Ankara und weiter ins Hinterland des Schwarzen Meeres Richtung Samsun. Es ist wieder heiß geworden, was ohne die Schwüle des direkt unter dem klimatischen Einfluss des Schwarzen Meeres liegenden, dicht bewaldeten Küstengebirges wesentlich besser zu ertragen ist. Die Route durchschneidet mit kleinen 1000m-Pässen das Küre Daglari-Gebirge und gestattet jenes Vogelflug-Feeling, das einen beim Motorradfahren süchtig machen kann. Ein weites Land öffnet seine Arme! Und jetzt endlich ist es wieder da, jenes Gefühl endloser Freiheit, das uns nun schon das dritte Jahr in den Osten zieht. Auf der vierspurigen Landstraße begegnen einem vereinzelt Autos, vornehmlich LKW, doch Verkehr schreibt man anders...

 

Wechselnde Farben faszinieren im nächtlichen Amasya
Wechselnde Farben faszinieren im nächtlichen Amasya

Auf der Höhe von Merzifon beschließen wir, die Kilometerpulle heute früher abzusetzen und uns noch eine 1000-und-eine-Nacht in der charmanten Stadt Amasya zu gönnen. Besucher unserer Multivision "Es liegt noch Schnee am Ararat" werden sich bestimmt an die Bilder der puntischen Felsgräber und der nachtbunten Amasya-Promenade am Flussufer des Yesilirmak erinnern. Gegen 19 Uhr laufen wir in die 400 Meter hoch gelegene Stadt am Fuße des Sakarat-Gebirges ein und freuen uns auf eine kühle Nacht im Grand Pasha Otel direkt am Fluss. Man erinnert sich an die Gäste von vor drei Jahren... Wir bekommen eine romantische Suite, essen fürstlich auf der Flussterrasse des Hotels  und können nach den ersten 2700 Reisekilometern endlich mal wohlig die Beine ausstrecken. Nachts ruft der Muezzin die Gläubigen zum Gebet und mahnt zum Ramadan. Ich glaube, wir sind tatsächlich angekommen...

Uferpromenade in Amasya
Uferpromenade in Amasya

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