From Greece to Africa...

Igoumenitsa - Alexandroupolis: 650 km

Die "Hellenic Spirit" hat sich Zeit gelassen und wir können wunderbar ausschlafen. Erst um 9 Uhr schmeißen uns die Stewards aus der Kabine. Unten auf dem Cardeck ist es schweinewarm und dementsprechend gereizt ist die Stimmung unter den wartenden Autofahrern, bis endlich die Heckklappe runterfährt und ein wenig Frischluft über das Deck streicht. Ein türkischer Fahrer scheint an diesem ansonsten doch sehr schönen Morgen eine besonders kurze Lunte zu haben. Als ein Grieche beim Zurücksetzen etwas schusselig seinen WaBgen touchiert, lässt er kurzerhand das Osmanische Reich wiederauferstehen und übertönt mühelos die nicht gerade leisen Kommandos des Deckpersonals. Dass der arme Grieche bereits die Demutshaltung eingenommen hat, scheint ihn nur noch mehr zu reizen und erst das Eingreifen des Decksoffiziers kühlt ihn wieder auf Betriebstemperatur runter...

Die folgenden Stunden cruisen wir auf der neuen West-Ost-Autobahn hinüber nach Thessaloniki. Inzwischen haben die Griechen begriffen, dass man mit einer Autobahn Geld verdienen kann. Gefühlte 20 Mal drücken wir an einer Mautstation 1,70 Euro pro Motorrad ab - wie einst in Italien und Frankreich, bevor man auf die phänomenale Idee kam, die Tickets elektronisch zu "stempeln" und erst beim Verlasen der Autobahn den Endbetrag  zu kassieren. Liebe Griechen - wo lasst ihr euch beraten...?

Irgendwo zwischen Thessaloniki und Thassos kann ich mich nicht mehr beherrschen und mache dem netten Kassier an der Mautstation den Vorschlag, doch diesbezüglich einen Mitarbeitervorschlag bei den Verantwortlichen zu lancieren. Er lächelt verschmitzt und entgegnet völlig gelassen: "Hey man, this is not Europe any more; you're in Africa, you know...!!!

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Nach neun Stunden Fahrt macht sich zum erstenmal das Navi bezahlt; keine Tanke auf den letzten 70 Kilometern, weder direkt an noch ausgeschildert neben der Route. Doch die POI-Liste des "Garmin Montana" kennt eine Shellstation in 10 Kilometern Entfernung abseits der Route und mit dem letzten Tropfen Sprit laufen wir dort ein. Danach läuft wieder alles rund. Pünktlich mit Einbruch der Dunkelheit erreichen wir den Camping Municipal von Alexandroupolis - 45 km vor der türkischen Grenze. Eine Punktlandung! Der Platz liegt direkt am Meer, hat hohe, schattenspendende Platanen und ein gutes Restaurant. Und noch etwas Wichtiges: Wir sind willkommen - wie gewohnt in Griechenland. Von wegen Deutschenhass oder sonstiger Blödsinn, den unsere famosen Schreiberlinge in die einschlägigen Gazetten schmieren. Scheint ansteckend zu sein, diese klischeehafte Volksverdummung! Die rückläufigen Buchungszahlen für Griechenland haben dies in den letzten zwei Jahren eindrucksvoll bewiesen...

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Kommentare: 1
  • #1

    Manuel H. (Samstag, 03 August 2013 09:19)

    "You`re in Africa" sehr schön!

    Bei Gelegenheit würde ich gerne mal eure Erfahrungen und Empfehlungen zum Garmin Montana hören ;)

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