Di

27

Aug

2013

The long way home - Teil 6: Fähren kommen - und gehen

Nea Iraklitsa (Camping Paradiso) - Igoumenitsa (Camping Nautilos): 490 km

It's all over now, Baby Blue - Fähre "Hellenic Spirit"
It's all over now, Baby Blue - Fähre "Hellenic Spirit"
Palmenpark auf dem Camping "Paradiso" bei Nea Iraklitsa
Palmenpark auf dem Camping "Paradiso" bei Nea Iraklitsa
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So

25

Aug

2013

The long way home - Teil 5: Heim zu den Griechen

Karacabey – Dardanellen – Alexandroupoli – Nea Iraklitsa: 505 km

Güneydin, Karacabey!
Güneydin, Karacabey!

Unser letzter Türkei-Tag. Heim zu reisen bedeutet von nun an, jeden Tag von einem anderen Land auf unserer Reiseroute Abschied zu nehmen. Kurz hinter Bandirma berührt die D200 die Bucht des Marmara-Bauchnabels Erdek Körfezi und verwöhnt mit azzurroblauen Weitblicken. Immer noch genug Verkehr Richtung Dardanellen, aber der dicke Schleim des Istanbuler Einzugsbereichs liegt nun endlich hinter uns. Allah, wohin geht die Entwicklung in Deinem Reich? Wenn immer mehr Menschen in immer enger werdende Großstadträume ziehen, wenn Landflucht zur Überlebensfrage wird – wird dann nicht die Innenreibung in diesen urbanen Kesseln derartig groß werden, dass soziale Explosionen nur noch eine Frage der Zeit sind? Istanbul und Teheran leiden unter der gleichen Fehlentwicklung und erliegen tagsüber bereits stundenweise dem vollständigen Verkehrsinfarkt. Nirgendwo sind uns die Grenzen der Automobilisierung so deutlich vor Augen geführt worden wie in den Hauptstädten dieser beiden islamischen Länder.

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Sa

24

Aug

2013

The long way home - Teil 4 - Von den Bergen zum Marmarameer

Osmancik / Motel Atahala - Karacabey: 660 km

Für den kleinen Hunger am Morgen: Frühstücksbüfett im Motel Atahalan bei Osmancik
Für den kleinen Hunger am Morgen: Frühstücksbüfett im Motel Atahalan bei Osmancik
Komm zum "Kahvalte"...
Komm zum "Kahvalte"...

Die Nacht hätte erholsam sein können, gäbe es da nicht diesen emsigen Kompressor hinter dem Haus direkt unter unserem Hotelzimmerfenster. Die Erfinder von Oropax bekommen auf dieser Reise gleich mehrere Nobelpreise verliehen... OK, dafür entschädigt das opulente Frühstücksbüfett im Motel Atahalan reichlich für das brummselige Nachtkonzert und wir quetschen erst gegen halb zehn einen gut gefüllten Hängebauch hinter die Tankrucksäcke.

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Fr

23

Aug

2013

The long way home - Teil 3 - Crossing Turkey

Tercan - Osmancik / Motel Atahalan: 610 km

Tercan: Frühstück unter Männern
Tercan: Frühstück unter Männern

Michaela dürfte seit langem die erste Frau im Tercan Café gewesen sein - doch der Männergesellschaft, die sich am frühen Morgen dort zum ersten Cay mit Zigarette einfindet, scheint es zu gefallen. Eine Stunde später sind die Enduros gesattelt und wir genießen das noch milde 9-Uhr-Licht auf den Bergflanken der Esence Daglari wenige Kilomter vor Erzincan. Steil geht es hinauf, vom Flusstal des Karasu in 1400m bis auf die Gipfel des Karakaya Dagi (3115m) und des Esence Tepesi (3549m) - gewaltig und imposant in einem Atemzug. Gleichsam ein letztes Aufbäumen der landschaftlichen Schön- und Besonderheiten Ostanatoliens, denn ab Erzincan glättet sich das Land, legt Bügelfalten an und gestattet ein länger anhaltendes Gasgeben.

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Do

22

Aug

2013

The long way home - Teil 2: Hos Geldiniz in Türkye

Bazargan (Iran) - Tercan (Türkei): 410 km

Komm, mein Alter, zeig noch einmal dein weißes Haupt!
Komm, mein Alter, zeig noch einmal dein weißes Haupt!
Na, geht doch!!!
Na, geht doch!!!
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Mi

21

Aug

2013

Und am Ende steht wieder der Ararat...

Miyaneh - Bazargan: 440 km

Bewacht die Grenze Iran-Türkei: der Ararat
Bewacht die Grenze Iran-Türkei: der Ararat

Den iranischen Frühstückspreis wird das Hotel Solmaz in diesem Jahr sicherlich nicht mehr gewinnen - aber immerhin gibt es ein Stückle Butter, ein Stückle Schafskäse (Ja, mir Schwobe zählet da genau mit...), ein Schälchen Marmelade und Bügelbrettbrot - wie Michaela das ausgewalzte, ungesalzene iranische Fladenbrot getauft hat. Der Cay kommt aus englischen Teebeuteln... Aber hallo, Mister, nebenan habt ihr die Türkei und täglich gehen bei Bazargan an die 5000 LKW über die Grenze - und da soll nicht ein Plätzchen für echten Schwarzmeerküsten-Cay frei sein?

 

Der Rest ist erfreulich: Allah hat die Mopeds gut bewacht und die üblicherweise auf der Route nach Tabriz genussvoll vor sich hindieselnden LKW halten sich heute bis auf die Höhe von Bostanabad angenehm zurück. Wir haben daher den Blick frei auf die beeindruckende Kulisse der Kuh-e Bozqush- Berge im Osten der Route, genießen deren Anblick im milden Morgenlicht, bevor uns das dichte Verkehrsgewühl rund um die Millionenstadt Tabriz gefangen nimmt und volle Konzentration verlangt. Eine gute Stunde später pausieren wir in Sufiyan bei einem kleinen Straßenkiosk und können ruhigen Gewissens für uns in Anspruch nehmen, die schnellsten Bekanntschaften des Orients geschlossen zu haben. Bei 100 Sachen dockten soeben die Jungs in ihren Peugeots und Hyundais (Schreibt man das so? Mein Koreanisch ist bescheiden...) neben uns an und brüllten die üblichen Kontaktphrasen aus dem Seitenfenster. Grinsen, Daumen hoch und unter wildem Gehupe weiterfahren. Oder vorneweg, hinterher und das Handy dreht noch ein Filmchen von den Exoten, die mit zwei Motorrädern durch den Iran reisen - wo man doch jetzt endlich Autos hat... Ganz lieb haben, aber manchmal ein bisschen eng! ;-)

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Di

20

Aug

2013

Wolkig, neblig, heiter: Durch die Berge von Khalkhal

Masuleh - Miyaneh: 480 km

Vom Schaf zum Kebap...
Vom Schaf zum Kebap...

Wir wachen um 6 Uhr auf, weil vor dem offenen Fenster jemand trommelt. Also ehrlich, das ist mir jetzt doch etwas zu aufdringlich… „Udooo, es schüttet!!!“ Michaelas Wetterbericht macht mich schlagartig wach. Regen? Im Iran? – So langsam setzt die Erinnerung ein: Elborz-Gebirge, Nähe Kaspisches Meer, feuchte Schwüle, Hotel Masuleh… Den Rest erklärt der kleine Badesee auf meiner Pritsche. Allah, haben wir geschwitzt!

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Mo

19

Aug

2013

Auf den Dächern von Masooleh (Masuleh)

Qazvin - Masuleh: 245 km

Viele iranische Städte gedenken mit Tafeln an den Ausfallstraßen ihrer Gefallenen aus dem iran.-irak. Krieg
Viele iranische Städte gedenken mit Tafeln an den Ausfallstraßen ihrer Gefallenen aus dem iran.-irak. Krieg

Wir kommen zeitig los, wollen unbedingt noch nach Masuleh. Wer weiß, wann wir wieder mal in der Gegend sind. Spannender Passaufstieg zwischen Baba, Kuhin Aqa und Ab Torsh. Immer wieder hauen uns die gewaltigen landschaftlichen Dimensionen fast aus dem Sattel. Hinab geht es in weiten Schwüngen durch Canyonland, dann reißen die Berge auf und die Straße mündet in ein fruchtbares Schwemmland. Tief geht der Blick hinab auf ein nahezu ausgetrocknetes Flussbett. Feuchte, schwül-warme Luft kriecht unter die Endurojacken, macht diese zur Sauna. Wir haben Springbrunnen auf der Haut…

Kilometer später haben wir von über 2000 Höhenmetern den größten Teil abgegeben. Das Sefid Rud-Reservoir (Stausee) liegt mal gerade noch auf 300 Metern. Ein unheimlich starker Seitenwind beutelt die Motorräder, heftigste Böen werfen uns hin und her, verlangen volle Konzentration. Es sind Fallwinde vom Gebirge her, denn auf der anderen Seite der Berge liegt das Kaspische Meer mit extrem hoher Luftfeuchtigkeit. Ein Dorado für Windkrafträder - und tatsächlich sehen wir die ersten Exemplare dieser Art im Iran auf den Bergen um Manjil. In dem Ort ist iranisches Militär stationiert, Posten kontrollieren den Verkehr und ziehen vereinzelt Fahrzeuge heraus. Wir starten den Versuch einer Rast am See - vergeblich. Bei diesem Wind und einem nicht abreißen wollenden Verkehrsstrom kann keine Erholung eintreten. Auch die meisten iranischen Familien, die zum Picknick an den Stausee gekommen sind, geben frustriert auf und retten sich in die wenigen Pavillons am Seeufer. Uns bläst der Föhn auf die Straße zurück...

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So

18

Aug

2013

The long way home – Teil 1: Von den Moscheen nach Masuleh

Esfahan - Qazvin: 480 km

Hallo, wir haben ein paar Tage nichts von uns hören lassen, denn es gab keinen Internetzugang unterwegs. Ab Esfahan hat die Heimreise begonnen – auf Umwegen versteht sich, denn es gilt, noch ein paar orientalische Edelsteine am Wegesrand aufzusammeln.

 

Ein großer Schluck aus der Kilometerpulle ist fällig. Wir haben uns in den Kopf gesetzt, doch noch bis fast ans Kaspische Meer vorzustoßen, um das bekannte, ja, im Iran fast wie ein Wallfahrtsort beliebte Dörfchen Masuleh (Masooley) in den feuchten Bergen des Kuhha-ye Tales kennenzulernen. Also vierspuriges Ballern über Murcheh Khort, Meymeh, Delijan, Salafehegan bis in die quirlige Großstadt Saveh. Die Route bleibt konstant in 1400-1600 Metern Höhe, in weiter Ferne flankieren die Berge des Kuhha-ye Qohrud, nicht ernsthaft spannend, sondern eher highwaymäßig distanziert. Im den Sommermonaten ein ausgebranntes Land, das die tiefstehende Sonne der Spätnachmittags- und Abendstunden braucht, um Dramatik und Farbtiefe aufzubauen.

 

Wir haben inzwischen längst kein Sitzfleisch mehr, drücken das Ar…weh tapfer zur Seite, fassen alle 100 Kilometer einen Liter Wasser oder die Bierbrause Istak, ärgern uns über den immer dichter werdenden LKW-Verkehr Richtung Teheran, sehen waghalsige, völlig „blinde“ Überholmanöver von vollgepfropften Familienkutschen, die nur um Haaresbreite nicht als Frontalaufprall enden. Fielmann – hier hättest du noch ein Betätigungsfeld… Und übrigens: Wer meint, das Transportaufkommen in Deutschland auf der A6 oder A8 sei inzwischen unerträglich, der komme mal mit zu den Lebensadern der 12 Mio.-Stadt Teheran. Da ist inzwischen jedes zweite Fahrzeug ein LKW – und was für Kaliber. Die ausgelutschten Motoren blasen dermaßen heftige Rußwolken raus, dass am Abend kein Tankwart und kein Hotelier mehr glaubt, dass Michaela in Wirklichkeit eine „Madame“ ist. Schwärzere Schnurrbärte tragen selbst Iraner nicht…

 

In Qazvin ist Endstation im Marmar-Hotel. Wir sind platt und heilfroh, ein sauberes Quartier zu bekommen. Die leicht gelangweilte Dame des Hauses möchte für Zimmer, Abendessen und Frühstück um die 1.800.000 Rial oder 180.000 Tuman, wie wir inzwischen gelernt haben. Das sind ca. 40 Euro und damit guter Durchschnitt bei iranischen Mittelklassehotels. Ab und zu ist zwar jemand dabei, der meint, er müsse das Geschäft des Monats mit den „Touristen“ machen, aber das sind erfreulich seltene Ausnahmen. Wir haben mit der Gewalttour jedenfalls unser Ziel erreicht. Morgen geht es über die nordwestlichen Ausläufer des Elburz-Gebirges (Kuhha-ye Alborz) nach Masuleh, wo man den Leuten gehörig aufs Dach steigen kann. Hoda afez – bis zum nächsten Internet-Hotel. Insh' Allah...

 

Wir reichen noch Bilder nach; die Internetverbindungen sind derzeit "dead slow". Sorry!

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Sa

17

Aug

2013

Esfahan - Ankunft im Florenz des Iran

Ein Ruhetag in Esfahan

Imam-Moschee in Isfahan
Imam-Moschee in Isfahan

Salam, liebe Freunde und Mitreisende!

 

Wir sind seit zwei Tagen im Florenz des Iran - in der wunderschönen Stadt Esfahan (auch "Isfahan"). Für heute nur ein paar Eindrücke. Ein ausführlicherer Text mit weiteren Fotos folgt.

Wir sind ab Mittag schon wieder "on the road" gen Norden. Die Heimreise hat sozusagen begonnen...

 

Liebe Grüße aus Isfahan von

 

Michaela & Udo

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Fr

16

Aug

2013

Alle Wege im Iran führen nach Esfahan

Yazd - Esfahan: 360 km

Die Zeit war viel zu kurz im 1000-und-zwei-Nächte-Hotel "Laleh". Hier könnte man locker eine Woche verbringen. Doch nach Hause sind es noch ein paar Tausender und allmählich verengt sich unser Zeitkorridor. Wir sollten also am Ball bleiben und Tage nicht verbummeln. Das Interessanteste in Yazd haben wir gesehen – also auf nach Esfahan. Bis nach Ardakan begleiten uns noch die Ausläufer der Kuh-e Hamaireh- und der Kuh-e Ghosseh Khovran-Berge und wir sehen gebannt, wie sie in der zunehmenden Hitze des Tages allmählich ihre Farbe verlieren und im Dunst versinken. Dann wird es eintönig und öd. Zumeist vierspurig fräst die Schnellstraße durch eine trockene Steppenlandschaft mit verdorrtem Gras und kilometerweit nichts. Die Dörfer und Siedlungen am Rand der Straße wirken ausgestorben und haben bereits das Verfallsdatum überschritten. In Aqda drehen wir mal wieder eine Runde durch die „Innenstadt“ und sind erschrocken: Jedes zweite Lehmhaus bricht auseinander, steht wie ein Häufchen Elend mit eingestürzten Mauern oder zusammengefallenem Dach. Die wenigen bewohnten Häuser neuerer Prägung sind lieblos hingeknallte Ziegelsteinhäuser mit Blechdächern und toten Fenstern. Eine Kulisse für Endzeitfilme…

Nach 150 Kilometern ist Na’in erreicht, eine lebendige Wüstenstadt mit einer schönen Moschee und einem Museum für Völkerkunde. Kultur auf halbem Wege. Dann pfeilt die Schnellstraße 62 stur geradeaus nach Esfahan, durchschneidet ein über 3000 Meter aufragendes Gebirge und will nur noch ankommen. Bei einer Fotopause bollert es plötzlich bassig neben mir und eine der unzähligen Honda CB 125-Nachbauten (allein mit diesen Dingern muss Honda sich eine goldene Nase verdient haben…) kommt quietschend zum Stehen. Der Fahrer grüßt mit einem fröhlichen „Salam“, wühlt in seiner Tasche und reicht mir einen Beutel frische Mandeln herüber. „From my garden“ – und weg ist er. Hallo, kann man sich so etwas in unserem Kulturländle vorstellen?

 

Esfahan ist ganz anders. Gepflegte Parkanlagen, grüne, mit schönen Blumen bepflanze Mittelstreifen auf den 6 bis 8-spurigen Boulevards. Überall „lagern“ Menschen auf grünen Inseln im Verkehr, picknicken auf einer Decke, dösen, schlafen ganz nach Belieben sogar auf den Gehsteigen am Ufer des im August völlig ausgetrockneten Zayamdeh Rud oder an einer der schönen Fußgängerbrücken über das Trockenbett. Eine ausgesprochen schöne, gepflegte Stadt. Und selbst der übliche Verkehrsterror in den Abend- und Morgenstunden läuft hier eine Spur zivilisierter ab, zwar 10 bis 12-spurig, aber mit weitaus weniger Körperkontakt. Wir hatten am Morgen versucht, von Yazd aus ein Zimmer im berühmten „Abbasi“-Hotel zu buchen, doch vergeblich. Das Nobelhaus ist ausgebucht und auch zahlreiche andere Hotels meldeten „Belegt“. Im Hotel Kowsar (GPS: N 32°38.482' // E051°39.916') konnten wir schließlich einloggen. Laut Reiseführer ein gesichtsloses, atmosphäreloses Hotelhochhaus. Tatsächlich erinnert die Empfangshalle eher an das Terminal eines Provinzflughafens, doch vom Rest sind wir angenehm überrascht. Ein professionell geführtes Haus mit sauberen Zimmern, gutem Service, nettem Personal, Hotelcafé UND einem sehr schönen Park mit Teehaus und Restaurant am Swimmingpool. Reiseführerautoren leiden offensichtlich auf einem höheren Niveau… ;-)

Wir verbringen den Abend natürlich im Teehaus – trinken kannenweise Cay und kosten eine persische Nudelsuppe mit Minzsoße und Yoghurt. Vom Feinsten!

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Do

15

Aug

2013

Yazd – die 1000 und zweite Nacht

Ein Ruhetag in der Stadt der Windtürme

Meydan-e Mir Chaqmaq – Moschee
Meydan-e Mir Chaqmaq – Moschee
Innenhof des Laleh-Hotels
Innenhof des Laleh-Hotels

„Wenn Du eine Frau suchst, die Dich gut bekocht, nimm eine aus Tabriz. Suchst Du eine, die Dich verzaubern soll, nimm eine aus Shiraz. Suchst Du eine, die treu ist, so heirate eine Frau aus Yazd.“ (iranisches Sprichwort)

Als Mann bleiben mir solche Weisheiten natürlich im Gedächtnis haften. Sie erklären auf einfache Weise, warum ich mir in Shiraz mehr als einmal den Hals verrenkt habe und warum uns die Menschen in Yazd vom ersten Augenblick an so sympathisch sind. Ein überraschend cooles Verkehrsgebaren, Taxifahrer, die einen bereitwillig durch die Altstadt lotsen und dafür jeden Rial ablehnen, ein mehr als warmherziger Empfang in dem Traumhotel „Laleh“ inmitten der Lehmhäusergassen des alten Yazd (GPS: N 31°53.221 // E054°22.274). Und die Menschen haben einen ausgeprägten Sinn für Humor, was uns im Übrigen bei Iranern immer wieder angenehm auffällt: Scherzen, Lachen und gemeinsam Spaß haben steht im gesellschaftlichen Umgang mit Iranern ganz vorne an, und wer als „Tourist“ auf diesem Klavier spielen kann, der hat gewonnen. Das „Laleh“ zählt zu den traditionellen Gasthäusern im Iran, wurde innerhalb der Mauern des früheren Wohnhauses der reichen Familie Golshan sorgfältig restauriert, wobei man sich alle Mühe gab, den historischen Charakter des Hauses zu bewahren.

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Mi

14

Aug

2013

Am Rand der Wüste Kavir

Shiraz - Pasargadae - Yazd: 473km

Wüste(n)spiele...
Wüste(n)spiele...
Königsgräber von Xerxes und Darius
Königsgräber von Xerxes und Darius

Im Hotel „Pars“ haben wir Benjamin, seinen iranischen Schwager Daniel, seine iranische Schwiegermutter und seinen Sohn Nuhr kennengelernt. Schon seltsam, wenn man beim Frühstück plötzlich am Nebentisch deutsche Laute hört. Die sympathische Familie ist in Mashad zu Hause, lebt aber schon seit 20 Jahren in Deutschland und durfte lange Zeit nicht in den Iran einreisen, weil Daniel sonst den iranischen Militärdienst hätte absolvieren müssen. Die vier sind mit dem Flugzeug von Mashad nach Shiraz geflogen, sind es doch gute 1200 Kilometer bis zur afghanischen Grenze – und das ist selbst für Iraner nicht mehr eben um die Ecke. Wir frühstücken gemeinsam, reden über die Menschen im Iran, die deutsch-iranischen Beziehungen, über Politik und das Leben auf der Straße. Als wir abreisen, steht die ganze Familie zum Abschied Spalier und winkt uns in den Morgenstau auf dem Karim Khan Zand-Boulevard.

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Di

13

Aug

2013

"Plan Persepolis" - geschafft!

Shiraz - Persepolis und retour: 120 km

Der erste Teil unserer Reise zur Wiege der Perser ist geschafft. König Darius der Große (515 v. Chr.) hat uns willkommen geheißen. Und Allah spendierte uns in seiner unendlichen Güte einen Sonnenuntergang in den Ruinen von Takht-e Jamshid, wie die Iraner Persepolis nennen.

Für heute nur ein paar Fotos zum Anmachen. Text und weitere Aufnahmen zur Shiraz und Persepolis folgen. Hier in Shiraz ist es schon kurz vor Mitternacht. Und morgen soll es weitergehen nach Yazd. Durch die Wüste - und da braucht man bekanntlich Kraft, viel Kraft... Hoda afez - auf Wiedersehen!

Persepolis (Takht-e Jamshid)  -- Treppen zum Apadana-Palast
Persepolis (Takht-e Jamshid) -- Treppen zum Apadana-Palast
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Di

13

Aug

2013

Drei Tage in Shiraz

Welcome, welcome, liebe Mitreisende!

 

So, wir haben die Lücken geschlossen. Die Reisetage 6.-10. August findet Ihr nun ebenfalls im Blog. Und Ihr seht an der heutigen Überschrift: Wir haben es uns gut gehen lassen. Aus zwei Nächten in Shiraz wurden derer vier. Zeit genug, um in Ruhe (sofern dieses Wort für diese Stadt zutreffen mag...) die wunderschöne Stadt der "Rosen und Nachtigallen, der Blumen und der Parks, der Moscheen und Märkte" anzuschauen. Man kann nicht nur immer essen, es gilt auch mal zu verdauen...

 

Und wir waren natürlich am eigentlichen Ziel unserer Reise: P E R S E P O L I S. Und zugegeben, wir sind noch völlig benommen und auf Wolken von dem gestrigen Ausflug in die Antike. Doch der Reihe nach...

 

 

Grab- und Gedenkstätte des Poeten Hafez (Hafis)

 

Grabmal des Dichters und Nationalhelden Hafez (auch: Hafis)
Grabmal des Dichters und Nationalhelden Hafez (auch: Hafis)
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So

11

Aug

2013

Kurz vorm Ziel

Hotel Pars International - Shiraz (Iran)

Hotel Pars International, Shiraz
Hotel Pars International, Shiraz

Salam, liebe Freunde und Besucher unserer Website!

Wir hatten ein paar Tage Sendepause – kein Internetzugang und offen gesagt auch keine Restpower, um nach einem sehr anstrengenden und vor allem ermüdenden Tourentag abends noch was Sinnvolles in die Tastatur zu hacken…

Der Tripmaster unserer Bikes zeigt für die letzten vier Fahrtage 1550 km an und wir haben mit der Zweimillionenstadt Shiraz sozusagen das Vorzimmer unseres Reiseziels erreicht: Persepolis ist nur noch ca. 80 km entfernt, und wenn wir morgen in der Nähe des Ausgrabungsgeländes nochmals Quartier nehmen, um an der Wiege der Perser die Sonne untergehen zu lassen, werden wir fast genau 6000 km von zu Hause entfernt sein. Es ist der weiteste Punkt unserer Tour und selbst Alexander der Große, der Persepolis 322 v. Chr. eroberte, wäre sicherlich beeindruckt gewesen…

Begegnung kurz vor Chelgard
Begegnung kurz vor Chelgard
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Sa

10

Aug

2013

Über die Berge in die Stadt der Rosen und Nachtigallen

Borujen - Shiraz: 380 km

Auf dem Weg nach Yasuj
Auf dem Weg nach Yasuj

Borujens Höhenlage von 2200m beschert uns eine ruhige, schweißarme Nacht. Frühstück gibt’s auf dem Zimmer, und wir sind einmal mehr froh, die Basis-Campingausrüstung dabei zu haben – also auch einen guten Kaffeekocher. Eine Stunde später liegt der Gardan Halwai Pass vor den Vorderrädern, der erste von drei Hochgebirgspässen auf dem Weg nach Yasuj. Die Karte verspricht 2750m; übrig bleiben laut Höhenmesser des Garmin noch 2400, aber auch das ist beeindruckend genug. Vierspurig breit stürmt das Asphaltband mit nur wenigen Schwüngen auf die Passhöhe und man hat nicht jenen Berggipfel-erklimmen-Eindruck, den man aus heimischen Alpenregionen kennt. Es ist eher so, als würde man ein weiteres Plateau einer unendlich weiten Hochlandfläche erklimmen, denn kaum haben wir in Gandoman den Abzweig nach Yusuj im Rückspiegel, rennt die fortan auf zwei Fahrspuren reduzierte Straße erneut gegen den Berg an und verlangt von den Federelementen plötzlich Nehmerqualitäten.

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Fr

09

Aug

2013

Durch das Paradies des Zagros-Gebirges

Von Daran nach Borujen: 320 km

Nette Gesprächspartner aus dem Dorf Bu'in
Nette Gesprächspartner aus dem Dorf Bu'in
Alte Rial - als iranisches Geld noch etwas wert war...
Alte Rial - als iranisches Geld noch etwas wert war...

Könnt Ihr Euch das vorstellen? Um sieben (!) Uhr klopft jemand an unser Zeltgestänge und eine fröhliche Stimme ruft: „Hello. This is your friend from yesterday evening. I want to talk to you!“. Tatsächlich hatte ich einem der Zaungäste am Abend vorher versprochen, am nächsten Tag mit ihm zu reden – über Allah und die Welt sozusagen. Meine Antwort aus dem Zeltinneren erspare ich Euch; immerhin resultiert sie in der Vermutung unseres iranischen Besuchers: „I see, you are angry! Goodbye!“

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Do

08

Aug

2013

Vom "Berg der Götter" nach Daran

Kermanshah (Bisotun) - Bu'in (Daran): 440 km

Nach einer erholsamen Nacht geht es früh aus den Federn, um der größten Hitze zu entfliehen. Unsere Bikes rollen nur wenige Kilometer nach Bisotun, um dort dem „Berg der Götter“ einen Besuch abzustatten. Das frühe Aufstehen hat sich gelohnt, denn noch hält sich die Hitze ein wenig zurück.

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Mi

07

Aug

2013

Ein Ruhetag in Kermanshah

Aktuelle Manteau-Mode in Kermanshah
Aktuelle Manteau-Mode in Kermanshah

Wir genießen die Ruhe in dem schönen Hotel Jamshid. Vor allem wollen wir waschen, den Blog pflegen und natürlich die im Reiseführer angepriesenen Felsreliefs Taq-e-Bostans besuchen. Glücklicherweise liegt unser Hotel direkt nebenan und wir können die Ausgrabung fußläufig erreichen. Die Felsgrotten mit den in Stein gehauenen Reliefs stammen aus sassanidischer Zeit und zeigen die Investitur der damals herrschenden Könige sowie Szenen einer Königsjagd. Die gesamte Anlage ist durchaus beeindruckend, so auch der Eintrittspreis für iranische Verhältnisse. Vier Euro pro Nase sind für Durchschnitts-Iraner fast unerschwinglich, wenn man bedenkt, dass man dafür ein komplettes Abendessen bekommt.

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Di

06

Aug

2013

Vom Thron des Salomon nach Kermanshah

Takht-e Soleyman - Kermanshah: 415 km

Blick auf Soleyman's Prison
Blick auf Soleyman's Prison

Michel macht am Morgen Kaffee. Wie man sich an kleinen Dingen doch freuen kann… Beim Packen kommen wir mit dem Campingplatzwärter Azud und seiner Mutter ins Gespräch. Beide sprechen Englisch; sie ist Grundschullehrerin in Orumiyeh und er arbeitet dort als Ingenieur bei einer Baufirma. Die Verwaltung des Campinggeländes gehört zu ihrem Holiday und ist zugleich die Möglichkeit, dem schwer behinderten Bruder ein wenig Abwechslung zu bieten. Wenn Azud abends mit seinem Pferd über das Gelände galoppiert, dann leuchten die Augen des Mannes und wir begreifen, dass diese Abwechslung wohl zugleich auch sein eigenes starkes Bedürfnis ist.

Auf das ärmliche Leben der Menschen in den Dörfern am Fuße des 3285m hohen Kuh-e Baradar-e Shah hin angesprochen, folgt eine verblüffend einfache Interpretation des Großstädters: Die Menschen hier oben seien ja mit dem Wenigen zufrieden: ein paar Schafe, Ziegen und Kühe, eine Hütte, ein kleines Motorrad, mit dem man durch die Gegend brausen kann. Die meisten wollten sich gar nicht verändern oder etwas Neues beginnen. Sie könnten ja schließlich fortgehen, in die Stadt zum Beispiel, wie er und seine Familie, um dort zu arbeiten. Schon oft haben diese Erfahrung gemacht: In armen Ländern mit harten sozialen Kontrasten blüht nicht gerade Empathie und das Gefühl sozialer Verantwortung. Das tägliche Leben lehrt: „Du musst dich durchbeißen, und wenn du nichts tust, bist du selber schuld!“

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Mo

05

Aug

2013

Auf zum Thron des Salomon

Orumiyeh-Takht-e-Soleyman: 325 km

Abschied von Hosseins Familie
Abschied von Hosseins Familie

Endlich rollen die beiden Bikes, befreit vom Verkehrsgewühl, in Richtung Süden. Linkerhand freier Blick auf den Orumiyeh-See, bei dem jedoch von Wasser weit und breit keine Spur mehr ist. Hatten wir noch vor zwei Jahren geglaubt, dass sich die Verlandung weitgehend auf die Uferzonen des Sees beschränkt, so wird auf der Fahrt entlang des Westufers deutlich, dass dieser "See" eine endlose, in der Sonne flimmernde Salzwiese ist. Erneut machen wir Bekanntschaft mit dem iranischen Verständnis von Reisen auf ausgebauten Schnellstraßen. Hinein ins Auto, wenigstens vier Personen mitnehmen, der obligatorische Schal der Frauen wird als Sonnenschutz in die Seitenfensterscheiben eingeklemmt und dann aber kräftig aufs Gaspedal gedrückt. Nachgeben? Gibt´s nicht. Bremsen auch nicht. Und Licht in der Dunkelheit schon gar nicht. Lustigerweise werden wir stets angeblinkt, weil wir selbstverständlich in der Dämmerung mit Licht fahren. Wie kann man aber auch! So donnern die LKW an uns vorbei, während wir mit unserer Reisegeschwindigkeit zwischen 80 und 90 km/h die gigantische Berglandschaft in uns aufsaugen. Sand-, ocker- und braunrote Busen, Hunderte von Metern hoch, abgerundete Hügel und fruchtbare Flusstäler. Dazwischen schneist die Straße nach Mahabad. Allzusehr ins Träumen kommen sollte man dabei allerdings nicht. Nähert man sich einer Stadt, haben die Stadtplaner federbeintötende Bauelemente in Form von Speed-Ramps eingebaut, die den Verkehr jedes Mal verknoten und zum Stillstand bringen. Richtungsschilder? Fehlanzeige! Und so fragt sich Udo als Scout erfolgreich durch jede größere Stadt.

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So

04

Aug

2013

Iranische Gastfreundschaft

Ein Ruhetag in Orumiyeh

Familie Sheykhlou in Urmia
Familie Sheykhlou in Urmia

Wir wollen von Hossein erzählen, von dem 22jährigen jungen Iraner, den Michaela in Facebook aufgestöbert hat, weil er dort sein "Biker Guesthouse" anpreist und alle seine Gäste in einer Art Fototagebuch veröffentlicht. Hosseins Familie bewohnt im Zentrum der Salzseestadt Urmia ein kleines Haus in einer Altstadtgasse, besser gesagt eine Haushälfte mit zwei Zimmern. Im größeren ist noch eine Küchenzeile integriert und in einer Art Schuppen im Hof lagern ein paar Vorräte, Werkzeuge, Möbelstücke und Ersatzkleidung - eben alles, was nicht mehr ins Haus passt. Im kleineren Zimmer wohnt Hossein mit seinem kleinen Bruder Araz; geschlafen wird ansonsten im Wohnzimmer auf dem Sofa und auf dem Teppich. Empfängt Hossein seine internationalen Bikergäste, so räumt er das kleine Zimmer und die ganze Familie schläft nebenan - die Tochter Narges in der Küchenzeile...

Man braucht eine Weile, um zu begreifen, wie das so läuft und warum das "Guesthouse" für die gesamte Familie so wichtig ist. Mehr Einkunftsquellen gibt es nicht... Die einzigen wirklichen Wertgegenstände im Haus sind der Fernseher der Familie, der für Mutter Hajar wie ein Fenster in die Welt ist, das Notebook und die Kamera Hosseins sowie ein alter Saipa (iranische Automarke) und Hosseins 220er Duke, mit der er seine Gäste zuweilen als Tourguide bis tief in den Iran hinein begleitet.

Die Gastfreundschaft der Familie Sheykhlou ist überwätigend und beschämend zugleich. Mein Gott, wie gehen wir in unserem reichen Land oft mit Fremden um? Warmherzig und vorbehaltlos, vertrauensvoll und unkompliziert, tolerant und allem Fremden gegenüber neugierig und offen - es braucht nur einen Tag, und wir haben diese lieben Menschen tief in unser Herz geschlossen.

Gemeinsam besuchen wir den Bazar Orumiyehs, kaufen für Tochter Narges und Mutter Hajar als kleines "Merci" ein schönes Kopftuch, gehen gemeinsam essen und verbringen einen milden Abend im Park Orumiyehs auf einer Picknickdecke. Für den quicklebendigen Wildfang Araz ist es das Größte, mal hinten auf der KTM eine Runde zu drehen und abends mit mir Fußball zu spielen. Narges und Hajar haben Michaela ins Herz geschlossen und Vater Abbas freut sich über alle Maßen, dass er abends mit den Bikern ausgehen darf...

Als wir Abschied nehmen, kullern bei Narges die Tränen und die ganz Familie lässt es sich nicht nehmen, uns bis an die Ausfallstraße nach Mahabad hinaus zu begleiten. Natürlich versprechen wir, wiederzukommen - vielleicht auf der Rückfahrt oder eben in einem anderen Jahr. Und wir werden "Hosseins Guesthouse" in den einschlägigen Medien und im Internet publizieren, denn einen besseren Einstieg in eine Reise in den Iran kann sich kein Tourenfahrer wünschen...

 

 

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Sa

03

Aug

2013

Grenzwertige Geschichten

Doğubayazıt – Orumiyeh (Iran): 360 km

Palast Ishak Pasha Sarayi
Palast Ishak Pasha Sarayi

Grenzstation Gürbulak/Bazargan. Wir kommen gegen 11 Uhr am Schlagbaum an, vorbei an zwei-, dreihundert wartenden Trucks, die vielleicht noch in diesem Leben abgefertigt werden. Unglaublich, was man den Truckern in der Hitze zumutet. Die Türken lassen uns ohne lange Diskussionen passieren und nach den Erfahrungen von vor zwei Jahren, als man uns über fünf Stunden auf die Einreisestempel warten ließ, genießen wir dieses Erlebnis. Allaha ismaladik – auf Wiedersehen in 14 Tagen…

 

Die iranische Grenzgeschichte beginnt eigentlich ganz gut: Eine zuvorkommende, sehr höfliche und dazu noch bildhübsche (Pardon, Michel!) Kommissarin regelt die Einreiseformalitäten, während einer jener berüchtigten Helfer sich um die Stempel in unseren Reisepässen kümmert. Dafür will er unverschämte 50 Euro, wir protestieren, machen einen auf sauer bis zornig und schließlich einigen wir uns auf 20 Euro „tip“. Ein seltsamer Filz, denn die „Helper“ werden an der Grenzstation akzeptiert, ja, man empfiehlt uns sogar noch einen der Herren für einen Geldwechsel. Auf privater Basis, versteht sich, denn der offizielle Kurs der Banken ist um vieles schlechter und beim privaten Tausch ist dann sogar noch eine fette Provision für die Helfer drin. Wir wollten besonders pfiffig sein und haben uns für den Iran kurz vor der Fahrt eine Tauschtabelle ausgedruckt, die wir nun dem Geldtauscher unter die Nase halten – als Warnung sozusagen. Er tauscht bereitwillig zu dem von uns vorgeschlagenen Kurs, zieht seine 10% Provision ab, und wir sind zufrieden, einmal nicht über den Tisch gezogen worden zu sein. Erst am nächsten Tag erfahren wir, dass der iranische Rial gegenüber dem Euro nochmals um 20 Prozent gefallen ist – in nur einer Woche! Kein Wunder grinst der Geldtauscher nach dem Deal so zufrieden…

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Fr

02

Aug

2013

Türkei Transit 4

Tercan - Dogubayazit (Ishak Pasha Sarayi)

The long way east...
The long way east...

In Tercan lässt es sich gut leben. Angenehm kühle 20 Grad am Morgen und ein blitzblauer Himmel begleitet uns auf unserer Weiterfahrt. Wir erfreuen uns an der grandiosen Bergwelt, die sich zum Osten hin öffnet. Und wieder einmal sind wir in der endlosen Weite der Osttürkei angekommen, die uns jedes Mal aufs Neue fasziniert. Nach Doğubayazıt soll es heute gehen und wir wollen uns beim Palast Ishak Pasha Sarayı angemessen vom Ararat verabschieden. Das Montana-Navi zeigt für den heutigen Tag angenehme 390km und unsere Hinterteile freuen sich ganz besonders über diese milde Aussicht. Kurz hinter Erzurum erwarten uns ganz besondere Momente. In Pasinler ist Wochenmarkt. Als wir die Motorräder am Straßenrand parken, dauert es keine zwei Minuten und wir sind von Kindern, jungen und alten Männern umringt. Udo vergnügt sich mit der Kamera auf dem Markt, macht Bekanntschaft mit Marktfrauen und Händlern und ich erläutere PS-Zahlen und Reisekilometer, parliere auf Englisch und mit ein paar Brocken Türkisch. Nach vielen eindrucksvollen Erinnerungsfotos geht unsere Fahrt weiter und spätestens nach dieser knappen Stunde wissen wir wieder, weshalb wir in dieser Region so gerne unterwegs sind. Nur so lässt sich ein Land erfassen, mit Pausen und Gesprächen mit Händen und Füßen – bloßes Kilometerfressen und durch ein Land cruisen, hinterlässt keine Spuren. Mehr Kontakt mit den Menschen sucht und dazu noch fotografieren möchte, sollte sich nicht mehr als 300 bis 350 Kilometer Landstraße am Tag vornehmen.

Markt in Pasinler
Markt in Pasinler

Kurz vor Agri wünscht sich die kleine GS Benzin und da ich ja bei einem Schotterkurs im Enduropark Hechlingen war, steuere ich todesmutig eine Tankstelle mit grob gekiester Zufahrt an. Bei der Ausfahrt kühlt mein Mütchen kräftig ab, denn die GS legt sich im Kiesbett auf die Seite. Nichts ist passiert und Udo amüsiert sich über meinen Kommentar: „Diese Heidenau-Reifen können ja gar nix. Ich dachte, die halten hier…“. OK, ich sehe ein: Wie so oft sitzt das Problem nicht auf den Felgen, sondern hockt auf der Sitzbank J. Meine kleine GS hat den Ausrutscher ins Kiesbett übrigens nicht übel genommen. Die Protektoren am Lenker und an den Alukoffern haben einen guten Job gemacht… An einer „schön geteerten“ Tankstelle überstehen wir kurz darauf einen heftigen Regenschauer, füllen unseren inneren Tank mit Pfirsichsaft auf und rollen dann gemütlich weiter Richtung Doğubayazıt.

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Do

01

Aug

2013

Türkei Transit 3

Amasya - Tercan: 490 km

Behaglichkeit im "Grand Pasha"
Behaglichkeit im "Grand Pasha"

Ruhe und Entspannung am Morgen im "Grand Pasha". Wir bringen es fertig, bereits gegen 7 Uhr aufzustehen (die Türkei ist eine Stunde voraus), und genießen als einzige Morgengäste das schattige, kühle Ambiente des Pasha-Innenhofes, frühstücken reichlich mit Tomaten, Käse, Gurken, Ei, Butter, Marmelade und Honig, schreiben ein paar Blog-Artikel und sichern unsere Fotos. Erst gegen Mittag kommen wir los. Erzurum wird so wohl kaum noch zu schaffen sein, doch was soll’s… Die Planung am Schreibtisch daheim lässt sich eben nicht immer eins zu eins umsetzen. Die D100 lässt die Sakarat Dağı rechts liegen und führt durch das fruchtbare Flusstal des Kelkit Çayi. Ein gutes Stück Bilderbuch-Türkei. In den folgenden Stunden klettert die Route das ostanatolische Hochland hinauf und verläuft bis zum Camlıgöze Baraji in 1100-1200m Höhe. Das Bordthermometer zeigt nur noch angenehme 28 Grad und wir kommen bis in den späten Nachmittag gut voran.

Gewaltige Dimensionen auf dem Weg nach Resadiye
Gewaltige Dimensionen auf dem Weg nach Resadiye

Kurz vor Erzincan fordert der Sakaltutan Geçidi das Drehmoment der Motoren. Der gewaltige Bergpass bezwingt in 2160m Höhe das Otlukbelı-Gebirge, führt anschließend im Direktflug steile 1000 Höhenmeter wieder hinab und mündet in das malerische Flusstal des Erzincan Ovasi. Linkerhand die steilen Felswände der 3000er des Esence Dağları, rechterhand die 3500er des Munzur-Gebirges. Ein spektakulärer landschaftlicher Showdown im warmen Licht der Abendsonne. Kaum ist die Sonne hinter den Bergen verschwunden, fällt die Nacht über das Land und binnen einer halben Stunde sinken die Temperaturen auf unter 20 Grad. Wir touren inzwischen in 1500-1600m Höhe, es ist dunkel geworden und in den dünnen Sommerjacken fast unangenehm kühl.

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Mi

31

Jul

2013

Türkei Transit 2

Düzce - Amasya: 510 km

Das Kale thront hoch über Amasya
Das Kale thront hoch über Amasya

Günaydin - guten Morgen, liebe Freunde und Besucher unserer Reisewebsite!

Habt erst einmal herzlichen Dank für Eure aufmunternden Kommentare zu unserem Projekt und für die guten Reisewünsche. Es ist schön zu wissen, dass Ihr ein wenig mitreisen wollt und wir in geistiger Verbindung stehen...

Unser "Traumhotel" in den Bergen von Düzce ist gewiss kein Ort zum Verweilen und so kommen wir alten Trödler endlich mal früh am Morgen los. Hundert Kilometer später gibt's Frühstück in einer gepflegten Lokanta an der D100. Die Durchgangsstraßen in der Türkei sind seit der Amtsübernahme Erdogans inzwischen so breit und gut ausgebaut worden, dass wir eine Autobahn nicht vermissen, sehr viel mehr sehen und doch relativ gut vorankommen.

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Uhrenturm von Amasya
Uhrenturm von Amasya

Einmal mehr erleben wir eine Türkei der hammerharten Kontraste: Eben noch bettelarme Dörfer mit zerfallenen Holzhäusern, daneben (wie in Bolu) neue und schön angelegte Wohnsiedlungen mit parkähnlichen Grünanlagen. Noch überwiegen sicherlich die Bilder der Armut - doch der kranke Mann am Bosporus ist längst auf dem Weg der Gesundung und wächst mit erstaunlichem Tempo zur wirtschaftlichen Supermacht des Nahen und Mittleren Ostens heran. Das Land hat gewaltiges Potential und stellt zudem eine wichtige Brücke zum Vorderen Orient dar: Aserbaidschan, Turkmenistan, Iran, Irak, Afghanistan, Pakistan - das sind (ist erst einmal Frieden in der Region eingekehrt) die erwachenden Wirtschaftsnationen der Zukunft. Hungrig und mit einem enormen Nachholbedürfnis werden sie künftig zu wichtigen Handelspartnern werden - und die oft engstirnige Politik der Europäer könnte einmal mehr Schuld daran sein, dass die Asiaten sich diesen Markt wesentlich schneller erschließen.

 

Menschen und Völker entwickeln sich, und wenn die EU der Türkei noch lange die kalte Schulter zeigt, wird sich das mächtige Land weiter dem Osten zuwenden. Nötig hat man die Europäer schon lange nicht mehr und dazu kommt ein gewisser Stolz, den wir vor allem bei jungen Türken bemerken: Wir können auch ohne Euch!

 

 

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Di

30

Jul

2013

Türkei Transit 1

Alexandroupolis (Griechenland) - Düzce (Türkei): 550 km

Hos geldiniz - wir sind wieder da...
Hos geldiniz - wir sind wieder da...

Wir haben uns eine Auszeit gegönnt – einen Faulenzertag auf dem Campingplatz von Alexandroupolis. Schwimmen, Spaziergang am Strand, ausgedehntes Frühstück, unseren Blog pflegen (was bei der schneckenlangsamen und vor allem sehr unzuverlässigen Internetverbindung im tiefen Osten Griechenlands zu einer Mordsgeduldsprobe wird) – es soll je tatsächlich Menschen geben, die so etwas drei Wochen lang am Stück machen… ;-)

Heute kribbeln dann schon wieder die Füße und das Röcheln des Kaffeekochers sorgt gegen 7 Uhr morgens für die nötige Startportion Adrenalin. 45 Kilometer später genießen wir die uns inzwischen schon mehr als vertraute türkischen Grenzprozedur: Pässe – Fahrzeugpapiere und Versicherungen – Endabnahme mit PC-Check unserer Kennzeichen und Namen. Diese Daten sind nun von jeder Polizeistation (auch mobil) abrufbar und werden durch die Meldungen der Tankstellen, die vor dem Betanken der Fahrzeuge die Kennzeichen eingeben, ergänzt. Damit ist für die Grenzpolizei jederzeit rekonstruierbar, wo man als Tourist herumgegurkt ist. Nur wenige kleine Tankstellen – vornehmlich östlich von Ankara – registrieren keine Kennzeichen und sorgen damit für dezente Infolücken in der staatlichen Überwachung…

Es soll heute so richtig heiß werden...
Es soll heute so richtig heiß werden...

Die ersten Türkeikilometer hinter dem Grenzort Ipsala laden immer noch zum Umkehren ein – so trostlos verratzt wirken die Ortschaften und Bauruinen am Rande der Straße. Nach einer guten Stunde Fahrt bietet sich von einer Anhöhe der Route aus plötzlich ein gewaltiger Anblick: im fahlen Dunst des Mittaglichts brütet das Mamarameer, blassblau, mit weißem Schleier und darüber treibt ein überdimensionaler brauner Teppich aus den Abgasen unzähliger Frachtschiffe und Tanker, die von den Dardanellen her kommend nach Istanbul fahren, um dort ihre Ladung zu löschen oder über den Bosporus weiter ins Schwarze Meer vorzustoßen. An die 80.000 sollen es in jedem Jahr sein – womit diese Wasserstraße zu den meistbefahrenen der Welt zählt.

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Mo

29

Jul

2013

From Greece to Africa...

Igoumenitsa - Alexandroupolis: 650 km

Die "Hellenic Spirit" hat sich Zeit gelassen und wir können wunderbar ausschlafen. Erst um 9 Uhr schmeißen uns die Stewards aus der Kabine. Unten auf dem Cardeck ist es schweinewarm und dementsprechend gereizt ist die Stimmung unter den wartenden Autofahrern, bis endlich die Heckklappe runterfährt und ein wenig Frischluft über das Deck streicht. Ein türkischer Fahrer scheint an diesem ansonsten doch sehr schönen Morgen eine besonders kurze Lunte zu haben. Als ein Grieche beim Zurücksetzen etwas schusselig seinen WaBgen touchiert, lässt er kurzerhand das Osmanische Reich wiederauferstehen und übertönt mühelos die nicht gerade leisen Kommandos des Deckpersonals. Dass der arme Grieche bereits die Demutshaltung eingenommen hat, scheint ihn nur noch mehr zu reizen und erst das Eingreifen des Decksoffiziers kühlt ihn wieder auf Betriebstemperatur runter...

Die folgenden Stunden cruisen wir auf der neuen West-Ost-Autobahn hinüber nach Thessaloniki. Inzwischen haben die Griechen begriffen, dass man mit einer Autobahn Geld verdienen kann. Gefühlte 20 Mal drücken wir an einer Mautstation 1,70 Euro pro Motorrad ab - wie einst in Italien und Frankreich, bevor man auf die phänomenale Idee kam, die Tickets elektronisch zu "stempeln" und erst beim Verlasen der Autobahn den Endbetrag  zu kassieren. Liebe Griechen - wo lasst ihr euch beraten...?

Irgendwo zwischen Thessaloniki und Thassos kann ich mich nicht mehr beherrschen und mache dem netten Kassier an der Mautstation den Vorschlag, doch diesbezüglich einen Mitarbeitervorschlag bei den Verantwortlichen zu lancieren. Er lächelt verschmitzt und entgegnet völlig gelassen: "Hey man, this is not Europe any more; you're in Africa, you know...!!!

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Sa

27

Jul

2013

Ancona - Igoumenitsa: Holiday on board

Cesenatico - Ancona (Fährhafen): 140 km

Wir können es gemütlich angehen lassen, denn uns trennen nur noch 140 km vom Fährhafen Anconas. Der Barbiere des Camping Village freut sich bereits früh am Morgen über meinen Besuch und anschließend unterscheidet mich nur noch die nordische Blässe von einem echten Italiener ;-) Der kleine Minimarkt des Platzes führt Croissants und Yoghurt im Sortiment und natürlich macht uns die noch verschlafene Signora in der Bar nebenan den besten Cappuccino an der ganzen Adriaküste. Wie könnte es auch anders sein…

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Fr

26

Jul

2013

Ancona ahoi

Reubach - Cesenatico (Italia): 850 km

Abfahrt wie immer mit großem zeitlichem Toleranzbereich: geplant 7 Uhr, realisiert gegen 9 Uhr. Klar, Luki streicheln, ein paar überflüssige Klamotten aussortieren, schnell nochmal die Küche putzen (gut erzogen!)und vor allem Nachbar Willis leckeren Träubeleskuchen verspeisen… Seltsam, dieser „Abschied auf Raten“ wiederholt sich vor jeder Langstreckentour.

 

Zweieinhalb Stunden später stehen wir im ersten Stau am Fernpass. Die Spannung steigt. Wird Michaelas BMW die österreichische Herausforderung annehmen und einen ruhigen Zündfunken bewahren. Zur Erinnerung: Im letzten Jahr stellte die Bayerin direkt hinter der Passhöhe derart nachhaltig ihren Dienst ein, dass wir die „Bernsteinstraße“ in den Wind schreiben konnten. Mit dem Ohr am Zylinder und misstrauisch beäugt von der Hausrecht genießenden KTM schleicht Michaela an der Abzweigung zum Fernsteinsee vorbei. Dann krächzt ein triumphierendes „Sie läuft“ in den Kopfhörern unserer Sprechanlage und meine Frau hebt ihre Hand zum Victory-Zeichen. Alles klar – diesmal haben die kleinen Chinesen am Montageband wohl keinen Reiswein getrunken ;-)

 

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Nicht nur der Motor läuft heiß...
Nicht nur der Motor läuft heiß...
Camping Village in Cesenatico
Camping Village in Cesenatico

Apropos Fehlerteufel: Was da an Tonqualität in meinen Helmkopfhörern erklingt, erinnert an einen Morgen nach übler Zecherei. Da wir allerdings definitiv nüchtern zu Bett gingen, verfestigt sich auf der Höhe des Gardasees der Verdacht, dass die italienische CARDO SCALA RIDER G9 bereits nach der zweiten Tour ihren Geist aufzugeben gedenkt. Liebe Hersteller: Baut uns Motorradreisenden doch einfach eine simple Gegensprechanlage, die auch bei strömendem Regen noch funktioniert und eine Akkustandzeit von garantiert 12 Stunden hat bzw. per Ladekabel während der Fahrt ans Bordnetz des Bikes angeschlossen werden kann. Da müssen dann nicht acht weitere Bikes mit eingebunden oder Musik gehört bzw. Telefonate und Internetrecherchen durchgeführt werden können. Alles Schnickschnack, der diese Anlagen lediglich empfindlicher und störanfälliger macht. Die Suche nach einem fernreisetauglichen Sprachrohr geht also weiter.

 

Und noch eine Schote: Dass einem auf langen Strecken der Hintern weh tut, ist ganz normal. Und auch wenn diverse Sitzbanknachrüster uns Bikern den Diwan auf zwei Rädern versprechen, so war bisher stets nach 500 Kilometern klar, dass Motorradfahren auch mit Leidensfähigkeit zu tun hat. Was allerdings meine neue, in der Sitzhöhe reduzierte KAHEDO-Sitzbank meinem Po zumutet, erinnert eher an ein Nagelbrett. Okay, keine schlechte Einstimmung auf den Iran, aber den Brief an die Firma habe ich unterwegs bereits mehrfach umformuliert.

 

Doch – sonst funktioniert alles gut und nach 850 Kilometern klopfen wir  in CESENATICO auf dem „Camping Village“ an den Schlagbaum. Feuchtwarme 36 Grad – und das noch um 22 Uhr . Madonna! Immerhin, in der Pizzeria neben der Rezeption ergattern wir noch vier Pizzetti, eine Tüte Chips und spülen das Ganze mit ein paar Bierchen für die Bettschwere hinunter. Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben – sogar in Italien…


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Do

25

Jul

2013

Morgen geht's los...

Kurz vor der Abreise kommt bekanntlich  i m m e r  Stress auf - ganz gleich, wie gut man sich vorbereitet hat. Doch nun müsste alles klappen. Motorschutz und Kofferträger für die KTM Adventure R sind montiert. Danke an Timo Röttinger von "KTM Jeti Extreme" in Dinkelsbühl und vor allem ein Riesendankeschön an Jochen Schanz von  TOURATECH / Niedereschach, der Wort hielt und uns Motorschutz und Kofferträger als Testmuster für die brandneue Kati überließ. Alles hat wunderbar funktioniert und die Reiserösser warten aufgerödelt in der Garage, dass nun endlich jemand auf die Anlasser drückt... ;-)

Nur einer ist traurig, liegt auf dem Autodach und beäugt misstrauisch unsere Aktivitäten. Lukie spürt schon seit Tagen, dass sich etwas tut - und es gefällt ihm absolut nicht. Halt durch, Dickerle, gute Freunde werden sich kümmern und knappe fünf Wochen gehen doch sooo schnell vorbei...

Gute Nacht, liebe Freunde und Mitreisende auf unserer Website. Wir melden uns von unterwegs, sofern wir Internetzugang haben - versprochen!!!

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So

14

Jul

2013

Die Visa sind da!

Reichlich Lesestoff für unterwegs...
Reichlich Lesestoff für unterwegs...

Endlich! Die Zeit des Zitterns ist vorüber - unsere Visa für den Iran sind endlich eingetroffen.

Gebühren: 135 Euro/Visum. Das iranische Außenministerium in Teheran fragt seit diesem Jahr weitere Details zur Reise in einem neuen Dokument ab, was die Visakosten pro Person um 35 Euro erhöht. OK, dieses Spiel mögen wohl alle Behörden ganz gern...

Wir haben einen zwar engen, aber wohl ausreichenden Einreisekorridor bis zum 5. August. Allah sei Dank, das Unternehmen "Plan Persepolis" kann beginnen. Was jetzt noch fehlt, sind Kofferträger und Motorschutz für Udos KTM. Bis zum 20. will TOURATECH liefern - wir sind zuversichtlich...

 

Ein Zurück gibt es jetzt nicht mehr; die Carnets de Passage vom ADAC sind beantragt und bezahlt: pro Person 200 Euro zzgl. eine Kaution von 3000 Euro/Motorrad. Heftig - aber anders geht es nicht; ohne Carnets gibt es keine Iranreise. Bei der Rückkkehr muss man sich vom deutschen Zoll die Wiedereinfuhr der Bikes bestätigen lassen. Dann gibt es die Kaution vom ADAC zurück. Wir kennen das Prozedere bereits von unserer Kaukasus-Tour her und nehmen den "Monatskredit" gelassen hin...

 

Im Haus und in der Garage sieht es inzwischen aus wie in einem Materialllager: Fotoausrüstung, Ersatzteile, Reifen, Literatur, Medikamente, Küchenutensilien, Campingklamotten, Landkarten und Navi ... und das soll alles in die Alukoffer, Packtaschen und Tankrucksäcke??? Wird schon werden - Hauptsache, es geht voran...

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Sa

16

Feb

2013

Plan Persepolis

Flagge der Islamischen Republik Iran. Mit rund 80 Millionen Einwohnern und einer Fläche von 1.648.195 Quadratkilometern zählt der Iran zu den 20 bevölkerungsreichsten und größten Staaten der Erde.
Flagge der Islamischen Republik Iran. Mit rund 80 Millionen Einwohnern und einer Fläche von 1.648.195 Quadratkilometern zählt der Iran zu den 20 bevölkerungsreichsten und größten Staaten der Erde.

Im Juli/August geht es für 4 Wochen mit zwei Einzylinder-Enduros in den IRAN. Die politische Lage ist nach der Wiederwahl Obamas als amerikanischer Präsident und vor den Wahlen im Iran relativ entspannt, so dass wir zuversichtlich sind...

 

Bereits jetzt beginnen Planung und Vorbereitung der Tour: Route, Visa, Ausrüstung der Bikes, Zubehör und, und , und ... Es gibt viel zu tun!

 

Das Projekt "Plan Persepolis" hat begonnen ...


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